Monatsarchive: Mai 2011

Wenn Social Media auf Beamtenmentalität trifft, dann macht’s mein Supermarkt besser

Denn dort kann ich bis 22:00 Uhr einkaufen – und zwar von montags bis samstags. Die Facebook-Fanpage eines renommierten Herstellers hingegen ist für seine Fans nur von 8:30 bis 17:00 Uhr da. Selbstverständlich nur von Montags bis Freitags. Außerhalb der „Öffnungszeiten“ findet die Kommunikation erst wieder am nächsten Arbeitstag statt, so lässt sich unter Info nachlesen. Das nenne ich mutig. Schließlich geht der Traffic in den Sozialen Medien erst ab 17:00 Uhr und am Wochenende so richtig los. Da heißt es, hellwach zu sein und sich um die Wünsche und Anregungen seiner Fans zu kümmern. Kritische Kommentare verlangen Reaktionen, sonst weitet sich der Sturm im Wasserglas schnell zum bedrohlichen Shitstorm aus. Wer sich auf Community Management einlässt, sollte keinen 9 to 5 Job suchen. Schließlich lebt Social Media von der schnellen und direkten Kommunikation, die nicht am Wochenende auf Eis … Weiterlesen

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241 Studierende aus Köln und Detmold gesucht

Im vergangenen Jahr jährte sich die Gründung der Josef-Lauten-Stiftung zum 20. Mal. In einer über 80-seitigen Dokumentation ist erstmals kompakt nachzulesen, wofür die Stiftung gegründet wurde, wer Verantwortung für ihre Aktivitäten trägt und was sie in zwanzig Jahren alles gefördert hat.

Die von MSWW erarbeitete und hier Seite für Seite durchzustöbernde Dokumentation kann für sich in Anspruch nehmen, ein wenig Zeitgeschichte nachzuzeichnen. Die Designtrends bilden sich ebenso ab wie die Marketing-Themen, die jeweils zeitnah die aktuellen Probleme der Branche anpackten. Wer jetzt nachliest, darf sich wundern, wie viele gute Lösungsansätze in den Studienarbeiten vorgelegt wurden, ohne dass die Branche sie sichtbar aufgegriffen hätte.

Und doch hat die Stiftungsarbeit sicher einiges bewegt. So sind in der Dokumentation insgesamt 241, heute vermutlich ehemalige Studierende namentlich erwähnt, die an den von der Josef-Lauten-Stiftung vorgegebenen Projektaufgaben mitgearbeitet haben. Allein die Tatsache, dass sie sich … Weiterlesen

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Ein Küchen-Designer greift zur Feder

Kitchen Centric von Mick De Giulio

Design-Preise gibt es zuhauf. Studentische Semesterarbeiten ringen um die Zukunft der Küche. Wettbewerbe, die die beste Küchenplanung prämieren, gehören fast schon zum Alltag. Wohnzeitschriften präsentieren auf Hochglanzseiten die Küchen Prominenter. Aber eines gibt es in Deutschland wohl nicht: Ein schwergewichtiges Buch im Format 29 x 29 cm, in dem ein Küchen-Designer 18 seiner herausragenden Kücheneinrichtungen auf rund 260 Seiten vorstellt.

Allein, um von dieser Veröffentlichung zu erfahren, braucht es gut erprobte Umwege. Mich informierte Philip Hayes, ein ausgewiesener Branchenkenner nicht nur der englischen Küchenszene, mit dem ich mich oft über Trends im internationalen Markt austausche. Sein Tipp: Du musst unbedingt lesen, was unser gemeinsamer Bekannter in Chicago als Buch herausgegeben hat. Philip’s Credo: Hier wird deutlich, wie Serienmöbel, kombiniert mit eigener designorientierter Kreativität, Hervorragendes leisten und die oft beklagte Rabattkultur im Küchenverkauf ins Abseits rückt.

Also, worum geht es: Das … Weiterlesen

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E-Mail von Jocelyn

Sie kennen Jocelyn nicht? Kein Problem. Irgendwann muss ihr der Familienname Qing zugeordnet worden sein. Und Sie schreibt außerordentlich nette E-Mails. Als Manager gehört sie fraglos zu den „outstanding talents“, die für die Shanghai NanZhan Computer Technology Co. Ltd. Tag für Tag herumwuseln.

Als Ergebnis schlägt heute eine E-Mail bei mir auf. Da sie in einem Unternehmen tätig sei, das sich auf die Registrierung von Domain-Namen in Asien konzentriert, müsse sie nun dringend mit mir die intellektuellen Urheberrechte für unsere Domain MSWW klären. Von einem Unternehmen, dessen Namen sich aus Buchstaben zusammensetzt, die gern bei Scrabble übrig bleiben, und dessen Zusatz Holding Ltd. alles aufhübschen soll, läge doch tatsächlich die Anfrage vor, dass man die MSWW-Site eintragen möchte. Und zwar mit den Endungen .asia, .hk, .jp, .ch, .it und .fr. Um diesem Antrag nachkommen zu können, sei es doch wichtig … Weiterlesen

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Das sage ich der Presse

Sie sterben nicht aus. Immer wieder heißt es: Hierüber sollten wir die Presse informieren. Wichtigste Motive sind mutmaßliche Behördenwillkür, „ungerechte“ Arbeitgeber, Streit mit Geschäftspartnern, Kommunen, Verkehrspolizisten etc. In der spontanen Aktion fehlt häufig jede Strategie. Eine einmalige Veröffentlichung bringt nichts, wenn die Konsequenzen nicht bedacht sind und Reaktionen wenig hilfreich sind, wenn das Ziel der Publikation nicht im Auge behalten wird. Der Ausweg aus dem Dilemma kann vorgezeichnet werden, wenn rechtzeitig professionelle Meinung eingeholt wird. In PR-Agenturen bündeln sich die Erfahrungen nicht nur im Umgang mit der Presse, sondern vielmehr in der Vorabbewertung der Folgen. Image muss man systematisch aufbauen und pflegen. Ein Gespräch mit PR-Profis lohnt sich immer.

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Rente mit 67?

Drei Fragen von Richard Leipold im Sportteil der FAZ am Sonntag am 5. September 2010 an Jupp Heynckes zeigen unsere gesellschaftliche Situation. Zitat: Sie sind 65 Jahre alt. Was treibt einen Mann wie Sie noch bei Wind und Wetter auf den Trainingsplatz? Was tun Sie, um im Alter fit zu bleiben? Werden Sie zum Vorreiter der Rente mit 67, oder hören Sie nächstes Jahr auf zu arbeiten? Mann oh Mann! Und was sagt Jupp Heynckes? „Wenn jemand wie ich in der Position ist, selbst zu entscheiden, wann er aufhört, wenn die Arbeit ihn erfüllt und er geistig wie körperlich in der Lage ist weiterzumachen, dann darf er sich privilegiert fühlen“. Das ganze Interview ging nebenbei um Michael Ballack, und der wird in diesem Monat erst 34.

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Ein neuer Blog rollt an den Start

Als PR-Agentur bringen wir Erfahrungen ein, die sich auf den Mittelstand konzentrieren. Wir wollen thematisieren, wie PR unterstützt, was wir dazu beitragen, welche Fehler vermieden werden sollten und wie alles lohnend umgesetzt wird. Deshalb starten wir diesen Blog. Mag sein, dass es das alles schon gibt. Doch unsere tägliches Schaffen sagt uns, dass noch viel zu wenig Firmen wissen, was sie unterlassen. Die Medienvielfalt nimmt zu, und wir sind dabei. Vielleicht können wir dazu beitragen, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht länger ein Buch mit den berühmten sieben Siegeln bleibt. Los geht’s. Mal sehen, was kommt.

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