Monatsarchive: Januar 2014

Call to action

Grenzenlos überfluten uns Anglizismen. Kein Treffen (neudeutsch: Meeting) vergeht ohne eine mit größter Wichtigtuerei hervorgebrachte Neuschöpfung. Schonungslos posaunt es heraus, auch ohne des Englischen wirklich mächtig zu sein. Die Gesprächsrunde senkt in stillschweigender Einigkeit beeindruckt das Haupt. Zustimmendes Gemurmel gilt als gesicherte Anerkennung dieses jede Strategie verändernden Einwurfes. Das charakterstarke „call to action“ stellt erbarmungslos jede gelernte und mit Perfektion zelebrierte Selbstverständlichkeit auf den Kopf. Endlich existiert die Formel, nach der Kommunikation jeden Angesprochenen einbezieht. Mich beschleicht Dankbarkeit, in dieses Geheimnis einbezogen worden zu sein.

Wie klassizistisch wirkt dagegen die vor mehr als einhundert Jahren propagierte Formel AIDA. Schon der Klang dieses Begriffes berührte das kulturelle Einfühlungsvermögen. Assoziationen mit der Oper von Giuseppe Verdi, dem Musical von Elton John und Tim Rice oder gar mit der Wiener Café- und Konditoreikette berührten alle Sinne. Selbst eine Figur aus dem Gesellschaftstanz soll … Weiterlesen

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Die Imagefalle – Alle machen Marketing

Marketing ist Kundenorientierung. Das habe ich im Studium gelernt. Kurz und knapp. So ist es hängengeblieben, zumindest bei einer, die sich beruflich mit Marketing beschäftigt. Natürlich ist das nicht alles, und natürlich ist das auch erst einmal die Theorie. Sie mit Leben zu füllen, stellt sich sehr oft als sehr schwierig heraus. Warum? Weil in einem Unternehmen nicht nur die Marketing machen, die es (meinen) gelernt (zu) haben, sondern alle Mitarbeiter. Aus Sicht des Kunden halten wir diese Erkenntnis für selbstverständlich. Aus Unternehmenssicht mag sie überraschen oder vielleicht sogar stören.

Dabei geht es einfach nur darum, dass – sobald sich Menschen in der Öffentlichkeit, auch in der digitalen Öffentlichkeit – bewegen, dort auch immer mit ihrem arbeitgebenden Unternehmen und dessen Marke(n) in Verbindung gebracht werden können und so zu deren Außensicht beitragen, egal ob es … Weiterlesen

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Weckruf: Social Media im deutschen Möbelhandel

„90 Prozent des deutschen Möbelhandels verschläft das Internet“. Dieses Statement von Möfa-Dozent Karl Franz dramatisiert die Situation des Fachhandels und erfordert einen krachenden Weckruf. Und den gab es am 19. Dezember 2013 in der Möbelfachschule in Köln.

Was war geschehen? Die Josef-Lauten-Stiftung initiierte im Oktober 2012 eine Projektarbeit, die als Zielvorgabe die Synergien zwischen On- und Offline-Strategien fokussieren sollte. Als begleitende PR-Agentur vermittelten wir die Grundlagen und Social-Media-Experte Frank Michna referierte zu den unendlichen Möglichkeiten der Markenführung und Positionierung im Web-Universum. 14 Monate recherchierten und forschten insgesamt acht Studierende des 3. Semesters Betriebswirtschaft unter Leitung ihres Dozenten Karl Franz, um sich dem Thema zu nähern. Sie zogen Vergleiche zwischen der klassischen Werbung und den Internet-Aktivitäten, loteten die Wirkungsweisen aus, erläuterten, worum es bei Social Media überhaupt geht und skizzierten die über diesen Kommunikationskanal erreichbaren Zielgruppen.

Am 19. Dezember 2013 präsentierten … Weiterlesen

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