Monatsarchive: Oktober 2014

Man nehme: Worte als Zutaten

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Was hat Kochen eigentlich mit Kommunikation zu tun? Eigentlich nichts, möchte man meinen, außer, dass beide Substantive mit KO anfangen. Ich meine jedoch mehr. Um kochende Leidenschaften zu leben, muss man kommunizieren. Das beginnt beim Einkauf und endet beim Essen, wo sich Familie, Freunde, Partner oder Geschäftsleute treffen, um über Alltägliches, Privates oder Geschäftliches zu plaudern. Gemeinsames Essen initiiert Beziehungen und Freundschaften und gehört zu den wunderbaren Seiten des Lebens, die ich nicht missen möchte.

Schon ist er eklatant – der Zusammenhang. Ein Gespräch, ein PR-Text, eine Rede, ein Statement oder ein Posting brauchen Zutaten genauso wie das Kochen. Und wie bei einem guten Rezept müssen die Zutaten wohl dosiert, in der richtigen Reihenfolge und möglichst à la minute in den Topf respektive die Pfanne kommen. Kocht die Pasta zu lang, ist sie nicht mehr al dente. Genauso sind Text, … Weiterlesen

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Der Geist der Social Media

In zwei Monaten ist Weihnachten. Bei dem Stichwort kommt mir jedes Jahr „A Christmas Carol“ von Charles Dickens in den Sinn. Darin geht es um den griesgrämigen, kaltherzigen, geizigen und habgierigen Unternehmer Ebenezer Scrooge, dem in einer einzigen Nacht vier Geister erscheinen. Sie verhelfen ihm dazu, sein Leben zu ändern.

Auch wenn es für eine Weihnachtsgeschichte ein wenig früh erscheint: Als Online-Kunde wünschte ich machmal, manchem Unternehmen wäre auch schon einmal ein Geist erschienen. Nur hieße dieser nicht „Geist der vergangenen, diesjährigen oder zukünftigen Weihnacht“. Es wäre vielmehr der „Geist der Social Media“.

Mir fiel es ausgerechnet bei dem Unternehmen auf, das den Geist bereits im Namen trägt. Ein Poncho hatte es mir angetan, der mit einem ansprechenden Outfit in einem Facebook-Post beworben wurde. Mit Klick auf den Link erwartete ich den direkten Zugriff auf das Produkt, um mit meiner … Weiterlesen

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Zukunftsvision: Wie kommen die Buchstaben in die Suppe?

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Umfragen gelten bekanntlich als erhellend. So auch das Thema, dass der Generation Y kürzlich die Antworten entlockte, wie sie sich die Zukunft ihres Arbeitsplatzes vorstelle. Nun gehört es sich natürlich, Ross und Reiter zu nennen. Doch weder Ross noch Reiter erstrahlen im aufschlussreichen Bild, kämen sie hier zu Wort. Man möchte ja auch niemanden bloßstellen.

Zur Sache: Die junge Dame, ungefähr in den späten 80er Jahren zur Welt gekommen, entwickelte eine erstaunliche Zukunftsvision ihrer künftigen Arbeitsstelle. Kurz zusammengefasst: Aktiv beim Kochen und das Kind auf den Rücken geschnallt wird der längst fällige Beitrag für ein technisches Fachmagazin in die Armbanduhr diktiert. Online verbunden mit dem Redaktionssystem fließt der Artikel ins Heft, und das Dreigang-Menü kann serviert werden.

Herrgottzeiten, das darf doch wohl nicht wahr sein! Sind die Egotaktiker der Generation Y tatsächlich so abgedreht und glauben an diese Vision?

Vielleicht … Weiterlesen

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Die Schweigespirale: Im Internet gibt es kein Eisenbahnabteil

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Manchmal wünsche ich mir, dass die Muckibude das berühmte Eisenbahnabteil wäre, mit dem Elisabeth Noelle-Neumann Öffentlichkeit zu simulieren versuchte. Dann bestünde vielleicht die Chance, dass manche Zeitgenossen Peinlichkeit empfänden und möglicherweise aus Angst vor Isolation schwiegen. Das wäre schön für mich und für alle, denen das Geschwätz allzu Mitteilsamer auf den Keks geht.

Die Theorie der Schweigespirale, die die öffentliche Meinung zu erklären versucht, beschäftigt mich, weil ich den Artikel auf faz.net „Auch im Internet regiert die Schweigespirale“ vom 26. August 2014 gelesen habe. Meine Kollegen meinten, dass ich dieses Thema in einem Blogbeitrag behandeln sollte. Schließlich sei ich infiltriert. In der Tat, ich war es! Und nach langen Jahren der Abstinenz wieder mal in die Tiefen der Kommunikationswissenschaft einzutauchen, ist ja auch einen Versuch wert.

Dreh- und Angelpunkt während meines Studiums der Publizistik am Institut für Publizistik in Mainz … Weiterlesen

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