Monatsarchive: April 2015

Ein trostreicher Titel: der letzte Mohikaner

Die 1826 erschienene Story stammt von James Fenimore Cooper. Der zweite Roman des Autors der „Lederstrumpf“-Serie um den Trapper Natty Bumppo spielt im Siebenjährigen Krieg in Nordamerika. Zentrales Thema: Der Untergang der nordamerikanischen Indianerstämme durch die vorrückenden europäischen Siedler.

Cooper fesselte Millionen Leser und entfachte eine Jahrhunderte dauernde Diskussion um die wenig korrekte Behandlung der nordamerikanischen Indianerstämme. Und mit dem Titel „Der letzte Mohikaner“ verankerte sich Cooper fest in unserem Sprachgebrauch. Die vermutlich bislang letzte Verfilmung aus dem Jahr 1992 fasst ein Wikipedia-Beitrag zusammen. Es ist eine kompakte Dosis über Herz, Schmerz und Politik für unerschrockene Leser.

Zur Zeit des Franzosen- und Indianerkriegs kommt es im Jahr 1757 im Grenzland zu einem Gefecht zwischen den mit den Franzosen verbündeten Huronen und britischen Soldaten. Dabei werden Cora und Alice Munro, Töchter eines ranghohen britischen Offiziers, Major Heyward und Hawkeye, einem bei … Weiterlesen

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Einmal Kommunikation ohne, bitte!

Für die einen gehört es zum Nonplusultra der Kommunikation, die anderen verfluchen es als Teufelszeug. Gemeint sind Social Media. Best Practice-Beispiele, die zeigen, wie man es richtig macht, finden Anhänger zuhauf. Auf der Gegenseite sieht es ziemlich dünn aus. Wer bislang kein Social Media im Unternehmen einsetzte, wurde schnell als zu dumm abgestempelt. Aber möglicherweise gibt es schon bald einen Präzedenzfall.

„Grüne Erde“, der österreichische Produzent und Händler von ökologisch und sozial fair hergestellten Produkten, insbesondere Kleidung, Möbel, Kosmetik, Wohn- und Schlafutensilien, teilte Mitte März per Pressemeldung mit, in Zukunft auf Marketing-, Werbe- und Auswertungswerkzeuge zu verzichten, die den Datenschutz gefährden, und sich bewusst von Facebook, Twitter und Google+ zu verabschieden, „weil dort in zunehmenden Maß jeder Kommentar und jedes ‚Gefällt mir‘ für die Werbewirtschaft ausgewertet wird“.

Der Entschluss kommt als Teil einer Unternehmensstrategie daher, die sich seit 1983 der … Weiterlesen

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Wenn das Nonplusultra „Büroler“ nicht überzeugt

Gleich vorweg: Der Artikel auf FAZ.net (1) zu den Büromythen hat mir gut gefallen. Längst sinniere ich darüber, was Architekturzeitschriften und viele andere Medien so toll daran finden, wenn sie Großraumbüros – oh sorry, natürlich Open Space Offices – als das Nonplusultra modernen Bürolebens herausstellen. Der kurze Weg zum Kollegen und die inspirierende Kommunikation sind die Argumente, die überzeugen sollen.

Mich überzeugt das nicht. Wenn ich kommunikativ bin, dann rede ich mit meinem Kollegen, egal in welcher Etage er sitzt. Ganz im Gegenteil, Bewegung tut gut und hilft, den Kopf frei zu bekommen. Bin ich eher mundfaul, dann kommuniziere ich lieber nicht oder nur dann, wenn es unbedingt sein muss. Da hilft auch das so hochgelobte Großraumbüro wenig.

Wenn ich mir jedoch vorstelle, wie hoch der Geräuschpegel ist, wenn zehn Kollegen auf engem Raum zusammensitzen, dann bin ich froh, zu … Weiterlesen

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