Monatsarchive: Juni 2016

Juni 2016: Was ziehe ich an, was ziehe ich aus?

Der Mai verabschiedete sich mit Unwettern in Braunsbach. Anfang Juni dann Wassermassen in Simbach. Soweit die Nachrichten aus Ortschaften, von denen nur wenig wussten, dass es sie gibt. Aber auch Berlin, Hamburg oder Xanten schafften es in die Nachrichten. Überflutungen von Nord bis Süd lieferten erschreckende Bilder. Und dort, wo es nur beim tagelangen Regen blieb, ging das Geschäft der Gastronomie mit ihren Außenplätzen den Bach herunter. Bis in das letzte Drittel des Frühlingsmonats Juni hinein vermieste das Wetter die Stimmung.

Natürlich sollte das Wetter nie Blog-Thema sein. Es gibt anderes, was Inhalte liefert. Schließlich startete die EURO 2016 am 10. Juni in Paris. Alle, die sich beim Public Viewing an den Fußballspielen erfreuen wollten, litten – und da ist es schon wieder – unter dem Wetter. Aber gut, dass es die Vorrundenspiele gab. Das Fernsehen in gemütlicher Runde zuhause … Weiterlesen

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Ist Zeitunglesen sexy oder nostalgisch?

Auf diese Frage brachte mich der amerikanische Schriftsteller und Radiomoderator Garrison Keillor, der mit seiner Radioshow „A Prairie Home Companion“ Geschichte schrieb. „Le Monde“ veröffentlichte 2007 unter der Rubrik „Dialogues“ ein wunderbares Aperçu (1), das sich mit den neuen Technologien einerseits und dem Zeitunglesen anderseits beschäftigt. Dass der pointierte Artikel schon neun Jahre alt ist, tut der Geschichte keinen Abbruch, denn es geht Keillor nicht um Koexistenz oder Verdrängung, nicht um gesellschaftliche oder politische Auswirkungen, sondern nur um das Zeitunglesen als Statement.

Die Zeitung, vorausgesetzt man bringt sie stilvoll zum Einsatz, ist ein Aufsehen erregendes Accessoire. So bedauert der Autor, dass den Jugendlichen im Café, deren Blick sich wie vernagelt auf das Display ihres Smartphones richtet, der stilvolle Umgang mit der Zeitung nicht beigebracht wurde. Denn im Gegensatz zu den neuen Medien ermögliche die Zeitung die volle Bandbreite eines gestenreichen … Weiterlesen

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Gecheckt und gespiegelt: täglich frisches Journalistenbrot

Gutes bleibt. Das zeigt sich nicht nur in der Natur. Unternehmen, die voll auf die Qualität ihrer Produkte vertrauen, setzen ebenfalls auf diesen Slogan. Und auch der Journalismus funktioniert in Zeiten, in denen (fast) jeder schreiben kann, nach diesem Prinzip. Der „Tagesspiegel Checkpoint“ ist ein Beispiel dafür, ein verdammt gutes.

Das würdigte im letzten Jahr die Jury des Grimme-Preises und urteilte: „Wenn ein passionierter Zeitungsmann (Lorenz Maroldt) für den Einsatz einer 90er-Jahre Technologie (Newsletter) im Jahr 2015 den Grimme Online Award erhält, dann muss es ein besonderes Projekt sein. Und das ist ‚Checkpoint‘. Der Newsletter ist eine Morgengabe, die bis in den Abend wirkt. Innerhalb von wenigen Monaten hat sich ‚Checkpoint‘ zur Pflichtlektüre entwickelt – für Leser über Berlins Grenzen hinweg, für den Politikbetrieb, aber auch für die digitale Szene, die Zeitungsabos nur noch aus dem Elternhaus kennt.“ Im November … Weiterlesen

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