Abschied ohne Tränen

Jetzt hat es also ein Ende: Die tägliche Fahrt zur Arbeit, 40 Minuten über die A2, 55 Kilometer hin, 55 zurück. Das gemeinsame Arbeiten in einem denkmalgeschützten Bau. Die gesellige Mittagspause mit den Kollegen. Die Hundespaziergänge unter Aufsicht des Oeynhausener Ordnungsamtes und anderer mit Blockwartmentalität ausgestatteter Zeitgenossen. Der Plausch mit den Damen in der Postfachabteilung oder mit Professor Schmidt, der sich in der langen Zeit – immerhin 12 Jahre und 3 Monate – als aufmerksamer Parkplatzwächter verdient machte. Schnell ist durchschaut, was ich sehr, weniger und gar nicht vermissen werde.

Wenn vom Ende die Rede ist, klingt das furchtbar, weshalb wir in den letzten Tagen auch immer mit der Frage konfrontiert wurden, ob wir nicht ein bisschen traurig sind. Nein! Das Ende in Bad Oeynhausen gibt keinen Anlass, Trübsal zu blasen. Ein aufregender und spannender Neunfang steht vor uns, der Impulse gibt und bei dem man keinesfalls auf Liebgewonnenes verzichten muss.

In wenigen Tagen startet MSWW also in Freiburg – und in Verl. Allein der auf vier Buchstaben konzentrierte Stadtname ist Programm genug. Im Zentrum von OWL, in einer der wenigen schuldenfreien Städte Deutschlands, umgeben von einem starken Mittelstand etabliert sich MSWW. Der Weg zur Arbeit verkürzt sich auf eine einfache Treppenlänge. Die Arbeit im MSWW-Team bleibt dank Hochleistungsinternetleitung voll erhalten. Gut, der Hund wird sein Frauchen nun den ganzen Tag „an der Backe haben“, aber die Spaziergänge im ländlichen Verl gestalten sich viel entspannter. Und wenn man letztlich bedenkt, dass die Welt ein Dorf ist, dann ist die Fahrt zum Firmensitz nach Freiburg ein Katzensprung.

Das alles sind Bombenaussichten, deren Verwirklichung einzig und allein davon abhängt, was wir selbst daraus machen. Bad Oeynhausen weine ich persönlich keine Träne nach; ganz anders dagegen, hätte MSWW einfach dicht gemacht. Nun geht es in Ostwestfalen weiter, ganz ohne Tränen, auf neuem, fruchtbarem Boden und mit viel positiver Energie. Darauf freue ich mich riesig.

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