Archiv des Autors: Bianca Hannemann

Gecheckt und gespiegelt: täglich frisches Journalistenbrot

Gutes bleibt. Das zeigt sich nicht nur in der Natur. Unternehmen, die voll auf die Qualität ihrer Produkte vertrauen, setzen ebenfalls auf diesen Slogan. Und auch der Journalismus funktioniert in Zeiten, in denen (fast) jeder schreiben kann, nach diesem Prinzip. Der „Tagesspiegel Checkpoint“ ist ein Beispiel dafür, ein verdammt gutes.

Das würdigte im letzten Jahr die Jury des Grimme-Preises und urteilte: „Wenn ein passionierter Zeitungsmann (Lorenz Maroldt) für den Einsatz einer 90er-Jahre Technologie (Newsletter) im Jahr 2015 den Grimme Online Award erhält, dann muss es ein besonderes Projekt sein. Und das ist ‚Checkpoint‘. Der Newsletter ist eine Morgengabe, die bis in den Abend wirkt. Innerhalb von wenigen Monaten hat sich ‚Checkpoint‘ zur Pflichtlektüre entwickelt – für Leser über Berlins Grenzen hinweg, für den Politikbetrieb, aber auch für die digitale Szene, die Zeitungsabos nur noch aus dem Elternhaus kennt.“ Im November … Weiterlesen

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Auf gute Nachbarschaft!

Ein mittel- bis langfristiges harmonisches Miteinander Zaun an Zaun oder Tür an Tür – das soll dieser Toast heraufbeschwören. Die gute Nachbarschaft ist geprägt von generationenübergreifenden persönlichen Pläuschchen im Flur oder an der Gartenhecke, von Kaffeetafeln mit dem neuesten Klatsch und Tratsch aus der Gegend, von unkomplizierten Freundschaftsdiensten und spontanen Feierabendbierchen. Sie macht das Leben in der sozialen Gemeinschaft der nahen Umgebung lebens- und liebenswert. Aber wo finden wir diese Harmonie heute noch? Irgendwie gibt es das doch alles gar nicht mehr!

Aus dieser Erkenntnis heraus muss wohl auch die Idee für das kürzlich in Verl ins Leben gerufene Lokalportal entstanden sein. „Jetzt verbindet sich Verl“, lautet der Slogan der Initiatoren, ein Start-up aus Kiel und die Tageszeitung „Neue Westfälische“ (NW). Das Ziel scheint klar: „Lokalportal möchte die echte lokale Gemeinschaft auf zeitgemäße Art und Weise abbilden. Auf der Plattform … Weiterlesen

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Durch die Brille des Journalisten – Medienarbeit bei Messen

Von freundlich und perfekt vorbereitet bis hin zu verständnislos und abweisend reichen die Reaktionen, wenn man als Journalist ein Unternehmen auf einer Messe besucht. Das ist das Fazit, das ich nach der Visite des Messedoppels HOLZ-HANDWERK/FENSTERBAU FRONTALE ziehe. 75 Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) stellten im März in Nürnberg aus und repräsentierten eine überdurchschnittliche Wirtschaftskraft aus der Region. Für die Redaktion einer Sonderausgabe der Zeitschrift WIRTSCHAFT REGIONAL schaute ich durch die Brille eines Journalisten auf die Messeauftritte.

Messen ziehen während eines überschaubaren Zeitraumes viele Medienvertreter an einem Ort zusammen. Die Ausrichter nehmen dieses Klientel darum gesondert in den Fokus. Schon im Vorfeld sind Aussteller aufgefordert, Pressefächer im Pressezentrum oder digitale Pressefächer zu buchen und mit Inhalten zu füllen. Zur Messe sind die Pressezentren erster Anlaufpunkt für die Medienvertreter. Hier finden sie nicht nur gute technische Arbeitsbedingungen vor, sondern auch die bereits … Weiterlesen

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Impulse aus OWL für das Holz-Handwerk in Europa

Tausende begeben sich in dieser Woche wieder auf den Holzweg nach Nürnberg. Dabei befinden sich Tischler/Schreiner, Zimmerer, Fachhändler, Fensterbauer und Architekten keineswegs auf einem Irrweg. Im Gegenteil: Das alle zwei Jahre stattfindende Messedoppel Holz-Handwerk/Fensterbau Frontale hat sich als höchst fokussierter Branchentreff etabliert, auf dem ganz gezielte Investitionsentscheidungen die Wettbewerbsfähigkeit des holzbe- und verarbeitenden Handwerks in Europa bestimmen.

1.270 Aussteller erwarten die Veranstalter, die NürnbergMesse GmbH und der VDMA Holzbearbeitungsmaschinen, vom 16. bis 19. März 2016. In elf Hallen dreht sich alles um das, was der Tischler/Schreiner für seine Arbeit benötigt: Holzbearbeitungsmaschinen, Werkzeuge, Software, Befestigungstechnik und Beschläge, Fenster- und Türprofile, Bauelemente, Halbfabrikate, Einbauteile und -systeme für Möbel- und Innenausbau sowie Hölzer, Holzwerkstoffe und Materialien.

Dabei ist eines wirklich bemerkenswert: Rund jeder 15. Aussteller auf dieser im handwerksstarken Süden angesiedelten und auf Europa fokussierten Messe hat seinen Firmensitz in Ostwestfalen-Lippe. Mit ihren … Weiterlesen

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Kommunikation X.0: Ein Ratespiel zwischen Technik, offenen Herzen und klugen Köpfen

Über die Herausforderungen der Kommunikation in der Zukunft nachzudenken, dazu wurde ich in der jüngsten Vergangenheit öfter angeregt. Da begegnet einem immer häufiger der Begriff Industrie 4.0. Da liest man in der Tageszeitung, wie sich Menschen für das Wohlergehen von Flüchtlingen einsetzen. Da setzt sich Henning Mankell in seinem letzten Buch „Treibsand“ posthum unter anderem mit der Vermüllung unseres Planeten auseinander. Drei aktuelle globale Herausforderungen, die allesamt etwas mit Kommunikation zu tun haben.

Industrie 4.0

Ekkehart Padberg von der gleichnamigen Unternehmensberatung erklärt, was Industrie 4.0 ist: „Der Begriff steht für die intelligente Vernetzung der globalen Wertschöpfungsketten aufgrund fortschreitender Digitalisierung von Produktionsprozessen unter Einsatz dezentraler Intelligenz. Doch Industrie 4.0 wird ohne Kommunikation 4.0 nicht möglich sein. (…) Ziel von Industrie 4.0 ist die wachsende Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, um flexible Großserienfertigung, schnellere Produktwechsel sowie Unternehmen und Kunden bestmöglich in die … Weiterlesen

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Tatort Facebook: Wie weit reicht eigentlich die Reichweite?

Reichweite. Was war das gleich noch mal? Menschen, die schon länger irgendwas mit Medien machen, erinnern sich:

• „der einmalige Kontakt mit einem Druckerzeugnis“ (Wikipedia)
• „Der zentrale Reichweitenbegriff der Leserschaftsforschung war bis 1969 der ‚Leser pro Exemplar‘ (LpE) bzw. ‚pro Nummer‘ respektive ‚Leser pro Ausgabe‘ (LpA).“ (www.wirtschaftslexikon24.com/d/reichweite/reichweite.htm)
• Oder: „Steht für die Gesamtheit der Personen, die eine normale Ausgabe einer Zeitschrift lesen oder durchblättern.“ (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/reichweite.html)
• Unterschieden wird oft zwischen Brutto- und Netto-Reichweite, wobei bei der Brutto-Reichweite „alle Kontakte mit einem Medium einbezogen“ werden. „Nicht berücksichtigt wird dabei, wie viele Personen es tatsächlich erreicht.“ (https://de.onpage.org/wiki/Reichweite)
• Tiefer gehende Definitionen unter www.steuerlinks.de/marketing/lexikon/reichweite.html

Sprich: Nicht nur der Vater als Abonnent liest/blättert, sondern auch Mutter, Oma, Opa, die Kinder, weitere Personen im Haushalt. So misst sich die Reichweite von Printmedien an der Auflage, fällt aber nicht unter diesen … Weiterlesen

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Wissen Sie, welcher Tag heute ist? Wer täglich lernt, ist glücklicher!

Ein neues Jahr ist angebrochen, und nach 15 Tagen ist die Zeit der guten Vorsätze meist schon vorüber. Wenn nicht, wie wäre es, von heute an jeden Tag bewusst etwas Neues dazuzulernen? „Unser Gehirn benötigt jeden Tag neue Informationen, um seine Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten“ (1) und auf der Suche nach dem Glück rät man uns: „Lass keinen Tag Deines Lebens vergehen, … ohne etwas Neues gelernt zu haben.“ (2) Noch ist es nicht zu spät, diesem guten Vorsatz in diesem Jahr eine Chance zu geben – ab jetzt bieten sich noch genau 351 Anlässe.

Das tägliche bewusste Lernen ist – einmal abgesehen von den persönlichen Alltagserfahrungen – für viele mit Aufwand verbunden und genau deswegen so schwer umzusetzen. Nicht immer muss man aber erst Buch, Block und Schreibgerät bereitlegen. Die Tage selbst liefern ausreichend Stoff, und … Weiterlesen

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Macht XING Küchenansager zu Journalisten?

Der Name XING bedeutet auf Chinesisch „es funktioniert“, „es klappt“ (Wikipedia.org/wiki/XING). Das gleichnamige Karriere- und Business-Netzwerk hat sich inzwischen im deutschsprachigen Raum ganz gut neben dem international orientierten LinkedIn etabliert. Das hat schon mal geklappt, würde ich sagen. Aber wie funktioniert es tatsächlich mit der Abstimmung des individuellen Profils auf die Angebote und Gesuche der Branche, in der man angesiedelt ist?

Als Redakteurin in einer PR-Agentur kreist in meinem XING-Profil alles um die drei Begriffe „PR, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus“. Da wäre es nur logisch, wenn sich auch die Plattform bei den „Jobs, die mich interessieren könnten“ (unter Stellenmarkt/Übersicht), daran orientiert. So viel zur Theorie. In der Praxis jedoch kommen solch abstruse Vorschläge wie „SAP Berater Retail“, „Multistore Owner für marktführendes Pizza Delivery Konzept“, „Fund Manager Retail“, „Key Account Manager Asset Management/Investoren“ oder – und dieses Stellenangebot erregte kürzlich meine besondere … Weiterlesen

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Plötzlich Marke: Wie geht das?

Manchmal liegt die Lösung so nah. Auf der Suche nach einer Idee für einen Blogartikel solle man, so Robert Weller in dem Buch „Blog Boosting“(1), einfach mal in die Fachbücher im Regal schauen. Dort fänden sich häufig Anregungen zum Thema. Bei mir genügte der Blick aufs Regal. Gleich im oberen Fach reihen sich dort in bunter Vielfalt 13 Bücher zur „denk.werkstatt“ bei Resopal. Das 14. befindet sich gerade im Druck; die 15. Auflage der Veranstaltung steigt in einer Woche.

„Zu Beginn des Jahrtausends eine Idee – nach einer Dekade eine Institution“, schrieb der Mitinitiator und Moderator Professor Rudolf Schricker zum zehnjährigen Jubiläum. Und heute? Mit 15 Jahren demonstriert die „denk.werkstatt“ Beständigkeit, und sie hat Werte hervorgebracht, die die Schöpfer selbst darüber in Staunen versetzen, dass sie das Zeug zur Marke haben, obwohl das nie die Absicht war.

Geplant war lediglich, … Weiterlesen

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PR à la Hübner

Kennen Sie Hübner, Peter Hübner? Nein? Nun ja, Peter Hübner hat auch erst einmal nichts mit PR zu tun. Peter Hübner ist Architekt. Und im November 2013 erlebte ich ihn während eines Vortrages auf der „denk.werkstatt“ bei Resopal. Darin propagierte er: „Bauen ist ein sozialer Prozess!“ Und er beschrieb, wie er zusammen mit den späteren Nutzern der Häuser diese plante und baute. Das Planen und Bauen als der Kernprozess seiner Arbeit erlebte Hübner dabei immer als horizonterweiternd, bereichernd, und am Ende stand jedes Mal ein einmaliger Ort, ein höchst individueller, maßgeschneiderter, aber auch herrlich menschlich unperfekter Bau.

Bis heute ist mir die Lebens- und Arbeitsphilosophie von Peter Hübner nicht aus dem Kopf gegangen, und sie rückt immer dann in den Vordergrund, wenn ich Meldungen wie diese lese:

• „Wie Chefs ihren Pressesprechern das Leben schwer machen“ ( von Thomas Dillmann)
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