Archiv des Autors: Bianca Hannemann

„Paul für Verl“?

Am kommenden Sonntag ist auch in Verl Kommunalwahl. Zugegeben: Ich bin nicht besonders politikinteressiert und -bewandert. Aber 2015 finden wir in Verl eine besondere Konstellation vor, die die Wahl am 13. September höchst spannend macht.

Da ist zum einen Paul Hermreck, der seit 2004 amtierende Bürgermeister von Verl, der am 30. Dezember 2014 erst öffentlich erklärte, auf eine weitere Kandidatur für die CDU zur Kommunalwahl 2015 zu verzichten und nun doch als unabhängiger Kandidat antritt. Zum Zweiten haben wir Peter Heethey, Bürgermeisterkandidat der in Verl traditionell recht schwachen SPD. Der Dritte im Bunde ist Michael Esken, ein Ur-Verler und seit 2003 ebenfalls amtierender Bürgermeister, allerdings in Hemer.

Aus PR-Sicht scheint der Sieger schon jetzt festzustehen. Oder doch nicht? Nun meine ich mit PR nicht die vielen Wahlplakate und Banner, auch nicht die Filme auf den Facebook-Seiten der Kandidaten oder die … Weiterlesen

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Facebook – Die ungenutzten Potenziale

Auf einmal hatte ich einen Freund weniger auf Facebook. Es dauert ja eine Weile, bis man herausgefunden hat, wer einem da „untreu“ geworden ist: Ein junger Familienvater aus meinem Freundeskreis, dem Facebook „nichts mehr bringt“. Das scheint ein Einzelfall zu sein, beschäftigt man sich mit den Nutzerzahlen der Plattform. Facebook erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit: „Auch wenn es in letzter Zeit vermehrt Diskussionen darüber gibt, ob Facebook ein Problem mit jüngeren Nutzern hat: Facebook hat weiterhin eine enorme Reichweite und beeindruckende Nutzerzahlen. Weltweit gibt es knapp 1,4 Milliarden aktive Nutzer der Plattform, in Deutschland dürften wir bei rund 28 Millionen Nutzern sein. Dabei werden die Nutzer der Plattform immer älter.“ (1)

Gerade deswegen halte ich Facebook für eine ideale Plattform für die Öffentlichkeitsarbeit kleiner und mittlerer Unternehmen und – aufgrund dessen, dass die Plattform kostenlos ist – erst … Weiterlesen

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Al(le)s Gleichmacher, oder wie?

Jetzt ist er fällig, der Blogbeitrag zu einem umgangssprachlichen Phänomen, das ich in letzter Zeit immer häufiger höre. Worum geht es?

„Ich war schneller wie du.“
„Meine Tochter ist schon größer wie ich.“
„Das neue Bild ist schöner wie das alte.“
„Euer Weg war länger wie unserer.“
Unglaublich viele Zeitgenossen – sowohl Hauptschüler als auch gestandene Professoren – verwenden für Vergleiche grundsätzlich das Wörtchen „wie“, also auch dann, wenn etwas gar nicht gleich ist. Wo, frage ich mich immer häufiger, ist die Konjunktion „als“ nur geblieben?

Mir liegt dann immer sofort die Verbesserung auf der Zunge. Allerdings: Bevor ich zur ersten „Klugscheißer“-Erörterung ausholte, fragte ich den Duden: Will man eine Ungleichhalt ausdrücken, verwendet man „als“, bei Gleichheit „wie“. Na bitte!

Und trotzdem: Warum richtet sich kaum einer danach? Ist das Unwissenheit, sprachliche Nachlässigkeit, oder handelt es … Weiterlesen

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Abschied ohne Tränen

Jetzt hat es also ein Ende: Die tägliche Fahrt zur Arbeit, 40 Minuten über die A2, 55 Kilometer hin, 55 zurück. Das gemeinsame Arbeiten in einem denkmalgeschützten Bau. Die gesellige Mittagspause mit den Kollegen. Die Hundespaziergänge unter Aufsicht des Oeynhausener Ordnungsamtes und anderer mit Blockwartmentalität ausgestatteter Zeitgenossen. Der Plausch mit den Damen in der Postfachabteilung oder mit Professor Schmidt, der sich in der langen Zeit – immerhin 12 Jahre und 3 Monate – als aufmerksamer Parkplatzwächter verdient machte. Schnell ist durchschaut, was ich sehr, weniger und gar nicht vermissen werde.

Wenn vom Ende die Rede ist, klingt das furchtbar, weshalb wir in den letzten Tagen auch immer mit der Frage konfrontiert wurden, ob wir nicht ein bisschen traurig sind. Nein! Das Ende in Bad Oeynhausen gibt keinen Anlass, Trübsal zu blasen. Ein aufregender und spannender Neunfang steht vor uns, der … Weiterlesen

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Offline im Wald

Über eine der letzten Herausforderungen unserer Zeit

Das Internet verbindet Menschen, aber wo ist die Verbindung zur Realität?

Erst gestern ging sie wieder vorbei: Die Nachbarin mit ihrem Hund oder der Hund mit der Nachbarin – wer da mit wem geht oder ob sie überhaupt gemeinsam gehen, erschließt sich mir nicht. Aus einem einfachen Grund: Immer, aber auch immer, wirklich ausnahmslos hat die Dame ihr Smartphone vor der Nase, wenn sie mit ihrem Hund vorbeigeht. So hat sich bei mir der Eindruck verankert, dass hier zwei Lebewesen offensichtlich zusammen unterwegs sind, sich aber in zwei völlig verschiedenen Welten bewegen.

Im Zeitalter des Smartphones wird ja viel diskutiert über die richtige Dosis des Onlinekonsums – nicht nur bei Kindern. Auch wir Erwachsene merken zunehmend, dass uns die digitale Welt bis in den letzten Winkel verfolgt. Smartphones, die online sind, markieren da … Weiterlesen

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Einmal Kommunikation ohne, bitte!

Für die einen gehört es zum Nonplusultra der Kommunikation, die anderen verfluchen es als Teufelszeug. Gemeint sind Social Media. Best Practice-Beispiele, die zeigen, wie man es richtig macht, finden Anhänger zuhauf. Auf der Gegenseite sieht es ziemlich dünn aus. Wer bislang kein Social Media im Unternehmen einsetzte, wurde schnell als zu dumm abgestempelt. Aber möglicherweise gibt es schon bald einen Präzedenzfall.

„Grüne Erde“, der österreichische Produzent und Händler von ökologisch und sozial fair hergestellten Produkten, insbesondere Kleidung, Möbel, Kosmetik, Wohn- und Schlafutensilien, teilte Mitte März per Pressemeldung mit, in Zukunft auf Marketing-, Werbe- und Auswertungswerkzeuge zu verzichten, die den Datenschutz gefährden, und sich bewusst von Facebook, Twitter und Google+ zu verabschieden, „weil dort in zunehmenden Maß jeder Kommentar und jedes ‚Gefällt mir‘ für die Werbewirtschaft ausgewertet wird“.

Der Entschluss kommt als Teil einer Unternehmensstrategie daher, die sich seit 1983 der … Weiterlesen

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Wenn es finster wird in Deutschland …

Die „Sofi 2015“ liegt just hinter uns. „Hurra, wir leben noch“, muss man angesichts der Aufregung im Vorfeld ausrufen. Das astronomische Großereignis hat wieder einmal eines bewiesen: Medien, Internet und Katalysator Social Media können Fluch und Segen zugleich sein; kaum jemand kommt ohne sie noch „ungeschoren“ daran vorbei.

Ich persönlich habe erst davon erfahren, als eine besorgte Mutter in einer Facebook-Gruppe meines Wohnortes bereits am Montag fragte, ob die Kinder in der Schule während der Sonnenfinsternis draußen Pause machen werden oder drin bleiben müssen. Eine andere berichtete, dass die Sonnenfinsternis an den Schulen offenbar zu großen Unsicherheiten führt: „…, wenn die Gesamtschule ihre Kinder am Freitag zur Sonnenfinsternis in die Klassenräume einsperrt und die Grundschule (…) sich die Mühe gemacht und für alle Schüler Brillen geordert hat.“ Ein Vater haut noch mal richtig in die Sorgenkerbe: „Wir haben auch alle … Weiterlesen

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Niemals geht man so ganz

„Gestorben wird immer“, lautet ein inoffizieller Slogan der Beerdigungsbranche, um die Einträglichkeit des Geschäftes zu verdeutlichen. In der virtuellen Welt allerdings hätten die Bestatter nichts zu lachen. Hier stirbt es sich nicht so leicht.

Das mag manchem ein Trost sein, kann aber auch im Schockerlebnis enden, zum Beispiel dann, wenn man das Profil der vor mehr als drei Jahren verstorbenen Tante bei Facebook entdeckt oder eine Geburtstagserinnerung von einem Menschen erhält, der nicht mehr lebt.

Nun ist man nie zu jung, um sich mit dem Sterben zu beschäftigen, aber zunächst einmal wird man in absehbarer Zeit zu den Hinterbliebenen einer Generation gehören, die sich – angesteckt von der Euphorie ihrer Kinder und Enkel – neugierig, aufgeschlossen, mutig und meist relativ unwissend in das Abenteuer Internet hineingestürzt und dabei auch Fehler gemacht hat, die im harmlosesten Fall das digitale Erbe unnötig … Weiterlesen

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„Zu Hause ist da, wo deine Freunde sind“

… singen Adel Tawil feat. Matisyahu und meinen damit, dass wir uns in der realen Welt dort am wohlsten fühlen, wo die Menschen sind, die uns vertraut sind. In der digitalen Welt ist es genauso: Auch hier tummeln wir uns bevorzugt auf den Plattformen, wo sich Bekannte, Verwandte, Kollegen und Freunde austauschen.

890 Millionen Nutzer bewegen sich weltweit täglich auf Facebook; selbst Eltern- und Ureltern drängen verstärkt in das Netzwerk1. Neue Plattformen haben es selbst dann schwer, wenn sich – wie gerade jetzt – die Klagen über mangelnden Datenschutz und Werbeflut häufen. Hinein in eine fremde Welt, das wagt kaum jemand; es ist ja auch bequem, wenn man es sich erst mal irgendwo gemütlich gemacht hat. Und ganz verzichten auf social networks? Nein – der einstündige Serverausfall in dieser Woche gab einen kleinen Vorgeschmack – das kommt für die meisten … Weiterlesen

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Der Zauber des Anfangs

Da ist es wieder, das neue Jahr. Und so verheißungsvoll wie das Wörtchen „neu“ daherkommt, so schnell scheint uns der Zauber, der nach Hermann Hesse jedem Anfang innewohnt, verloren zu gehen. Zu schnell hat uns der Alltag wieder. Zu komfortabel erscheint es uns, alte Gewohnheiten wieder aufzunehmen. Zu stressig und unsicher scheinen bevorstehende Veränderungen. Zu frustrierend die Erkenntnis, dass sich Wünsche und Ziele aus dem letzten Jahr nicht erfüllt haben (siehe Blogbeitrag vom 28.11.2014) oder negative Prophezeiungen eingetreten sind (siehe Blogbeitrag vom 22.08.2014).

Geleitet von so vielen negativen Gedanken übersieht man oft das Positive, das für gewöhnlich mit weniger Getöse daherkommt. So verwandelte sich die Website www.msww.de fast unmerklich und doch effizient und passt sich mit ihrem luftigeren Aussehen nun auch komfortabel allen mobilen Endgeräten an. Es sind die Kleinigkeiten, die uns zeigen, dass das Leben ein fortwährender Prozess ist. … Weiterlesen

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