Archiv des Autors: Cornelia Hackenbruch

Die Zukunft der Medien bleibt spannend

Ist die Digitalisierung ein Medien-/Kulturschock? Mediengeschichtlich betrachtet ja. Dabei ist ihre Entwicklung konsequent und ihre Auswirkungen erscheinen im geschichtlichen Kontext fast normal.

Als Gutenberg 1450 den Buchdruck erfand, galt das als Medienrevolution. Bemerkenswert ist, dass seine beweglichen Lettern in Kombination mit seiner Druckerpresse die nächsten 500 Jahre Bestand haben sollten. Eigentlich ziemlich langweilig – zumindest was den Printbereich betrifft. Mit den Entwicklungen von Telegrafie, Fotografie, Telefon, Schallplatte im 19. Jahrhundert kommt  die Ära der elektronischen Medien ins Rollen, die das 20. Jahrhundert mit Film, Radio, Fernsehen und Video prägen sollten. Und dann ging seit Ausgang des 20. Jahrhundert mit der Digitalisierung die Post ab. Computer, Internet, Email, Social Media & Co. markieren einen Prozess, der in seiner atemberaubenden Entwicklung nicht nur alle Ebenen der Medienwelt und aller Nutzer tangiert, sondern auch Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur – kurz auf … Weiterlesen

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Raum für Entdeckungen

Geht man mit offenen Augen durch die Welt, ist jederzeit alles möglich. Hinzu kommt die Bereitschaft, neugierig zu sein und sich auf Unvorhergesehenes einzulassen. Wie das funktioniert, zeigte mir über viele Jahre mein Hund, der bis ins hohe Alter immer interessiert das Terrain erkundete.

Die Fülle an Informationen, die mit der rasant fortschreitenden Digitalisierung einhergeht, hilft leider wenig, das Spektrum der Entdeckungen zu erweitern. Vielmehr wirkt sie kontraproduktiv. Denn es ist keineswegs ein leichtes Unterfangen, auf Erkundungstour zu gehen. Die Algorithmen der Suchmaschinen und Social-Media-Plattformen geben die Pfade vor, auf denen wir gefälligst zu wandeln haben. Schließlich ist es ja irgendwie auch Sinn der Sache, dass wir möglichst zügig ein Ergebnis bekommen. Unerwartetes stört und klaut uns unsere knapp bemessene Zeit.

Messen hingegen bieten immer noch die Chance, Überraschendes zu finden – und das ganz unabhängig davon, ob das individuelle … Weiterlesen

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666 x Wier

Nein, es handelt sich nicht um Orthografiefehler, sondern um eine limitierte Erstauflage eines neuen Aperitifs. Wer wie ich gerne Wein trinkt, aber auch einem leckeren Bier nicht abgeneigt ist, dem dürfte das herb-frische Gebräu schmecken. 500 Liter oder 666 Flaschen gab es davon; die letzten beiden habe ich gestern noch ergattert. Da heißt es haushalten, denn weitere 5.000 Liter werden erst im nächsten Jahr abgefüllt.

Bier auf Wein, das lass sein! Dann muss man eben beides zusammen trinken, dachten sich wohl die Ganter Brauerei und die Alte Wache – das Haus der Badischen Weine. Sie kreierten ein völlig neues Produkt, in dem sich die herbe Note von Bier und die fruchtige Frische von Wein geschmacklich ergänzen. Anderthalb Jahre hat die Produktentwicklung gedauert, denn die Bier-Wein-Kombination sollte eine sensorisch ausgewogene Beziehung eingehen. Kellermeister und Sensorikerinnen gingen ans Werk, um aus badischem … Weiterlesen

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Jung & Wild, trocken

Foto: MSWW

Wie ich finde ist das ein gelungene Wortkombination. Sie lässt ganz viel Raum für Assoziationen, Kino im Kopf und für eigene Geschichten. Auch die aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft lassen die Gedanken fliegen.

Es bietet sich an, Emanuel Macron als „Jungen Wilden“ zu bezeichnen. Mit seiner Bewegung „La République en Marche !“ hat er es binnen kürzester Zeit geschafft, etablierte Parteien ganz alt aussehen lassen. Und nebenbei wurde er noch zum mächtigsten Mann Frankreichs gewählt. Chapeau, Monsieur       Macron! Möglichweise passt auf den neuen Star am Polithimmel auch das Attribut „trocken“. Einer der sein Ding durchzieht, ist in der Ausführung hart und genau. Ein Macher eben, der – um es mal ganz salopp zu sagen – trocken aus 20 Metern ins Tor schießt.

Der Begriff „Junge Wilde“ wird in vielen Gesellschaftssegmenten verwendet, zum Beispiel wenn von Personen … Weiterlesen

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Lesen im Minutentakt

WPM liegen im Trend. Nein, es handelt sich nicht um sogenannte Wahlpflichtmodule an Universitäten, sondern schlicht um den neudeutschen Begriff „Words per minute“, der so viel wie Lesegeschwindigkeit bedeutet. Die Angabe der wahrscheinlichen Lesezeit greift im Netz gerade um sich.

Durchschnittliche Leser, so ist auf Wikipedia nachzulesen, erfassen 200 – 240 WPM. Das ist natürlich nur ein Richtwert. Was für den frühen Vogel auch schon morgens klappen mag, kann für die Eule beim morgendlichen Check der News aber eher eine Herausforderung bedeuten.

Sei’s drum: Immer mehr Nachrichtenanbieter im Netz versehen ihre Artikel mit einer ungefähren Lesedauer. Informationen über die anstehende Wahl in Frankreich  – zwei Minuten. Die Rezension über ein neues Buch – vier Minuten. Die Abhandlung eines gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Themas – sechs und mehr Minuten.

Das ist doch ganz praktisch. So lässt sich die Zeit richtig einteilen. Schließlich … Weiterlesen

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Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.

Diese Volksweisheit stimmt nicht. Vermutlich hat sie nie gestimmt. Wer heute mitten im Beruf steckt, der weiß, dass lebenslanges Lernen ein absolutes „Must“ ist. Die immer rapider voranschreitenden Veränderungen im Berufsleben verdeutlichen, dass wir uns nur mit der Aneignung „frischen“ Wissens davor schützen können, irgendwann dauerhaft abgehängt zu werden. Das gilt aber nicht nur für die berufliche Karriere, sondern betrifft genauso unser Privatleben. Weil die Halbwertzeit von Wissen immer kürzer wird, gilt es, sich um die Aktualität seines Wissens zu kümmern. Das soll ja ganz nebenbei auch zur Bildung neuer Nervenzellen im Erwachsenenalter beitragen.

Ein Update muss her

Das Romanistikstudium liegt lange hinter mir. Meine in dieser Zeit erworbenen Französischkenntnisse konnte ich über meinen Beruf, aber auch durch meine privaten Interessen immer sehr hoch halten. Trotzdem wollte ich es etwas genauer wissen, wollte das vor langer Zeit Erlernte auf den … Weiterlesen

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„Sie kommen so sympathisch rüber“

Foto: privat

Dieses Kompliment machten uns zwei Schülerinnen der Max-Weber-Schule in Freiburg, nachdem wir uns 90 Minuten intensiv über PR unterhalten hatten. Michelle und Jessica hatten sich für MSWW entschieden, um ihre Projektarbeit im letzten Jahr vor der Fachhochschulreife in Angriff zu nehmen. Google-Suche, erste Seite, ziemlich prominent oben: MSWW PR-Agentur. Durch unsere Seiten zu navigieren gefiel den Absolventinnen des Berufskollegs Wirtschaftsinformatik. „Sie beide kommen so sympathisch rüber, so dass für uns sofort feststand, Sie für unsere Projektarbeit begeistern zu wollen“, sagt Jessica auf mein Nachfragen. „Nein, eine weitere PR-Agentur“ – und davon gibt es einige in Freiburg – „haben wir nicht kontaktiert“, ergänzt Michelle. Was für ein Kompliment und ganz besonders, wenn es von so jungen Leuten kommt. 

Mitte November rief mich Michelle an. Sie fragte, ob MSWW sich vorstellen könnte, eine Projektarbeit zum Thema PR zu unterstützen. Ich gab mein … Weiterlesen

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Eine Weihnachtsgeschichte von tollen Schülern und einem eiskalten Herz

Für die fünf Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Gundelfingen hätte es so schön sein können: Ein neuer Flachbildfernseher, Flüge mit einer Drohne, eine Pferd und eine Spende an Kriegsflüchtlinge, davon träumten sie nach ihrem spektakulären Bargeld-Fund. Denn tagelang war unklar, ob die Polizei den Besitzer der 30.000 Euro finden würde, die die Gymnasiasten auf ihrem Schulweg gefunden hatten.

Zuerst dachten Joschua, Julius, Lena, Emma und Luis an Spielgeld. Zuvor waren ja auch schon etliche Kinder an den Geldbündeln mit den 500 Euro-Scheinen vorbeigeradelt, ohne sie zu bemerken. Für die Fünf stand jedoch schnell fest: Das Geld ist echt und muss zur Polizei. Die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als die Kinder den Fund überreichten. Für die verpasste Englischstunde stellte der Polizist den Schülern ein Entschuldigungsschreiben aus. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hatte ganz unerwartet fünf Helden.

Eine Tafel Merci-Schokolade …

Höchst spannend, dass sich in … Weiterlesen

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(Voll)vernetzung: Frust oder Lust?

Smart Home ist in aller Munde. Die Waschmaschine teilt mit, wann sie fertig ist. Der Kühlschrank übernimmt das Vorratsmanagement. Der Backofen kontrolliert die Temperatur und informiert, wann das Gericht fertig ist. Kochfeld und Dunstabzugshaube kommunizieren miteinander, um ein optimales Küchenklima zu kreieren. Und die Kaffeemaschine springt an, wenn ihr Nutzer morgens schlaftrunken die Küche betritt. Mehr noch: Die Berührung des Lichtschalters ersetzt der Griff zum Smartphone, um eine App zu bedienen, die das Licht oder Lichtszenen ein- und ausschaltet. Nur der Staubsauger bleibt ganz unbeleckt von diesen – glaubt man der Industrie – heilsbringenden Technologien.

Dabei verlangt der Umgang mit diesem lärmenden und äußerst unpraktischen Gerät durchaus eine masochistische Veranlagung. Der Saugschlauch ist entweder zu lang oder zu kurz, das Kabel liegt im Weg herum und bremst den Bodenstaubsauger mehr als einmal während des Saugens ab.  Das Gehäuse eckt trotz … Weiterlesen

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Quo vadis Büro?

Welche Veränderungen sich im Büroalltag abzeichnen, das verdeutlichte die Orgatec in Köln. Rund 670 Unternehmen aus präsentierten vom 25. bis 29. Oktober unter dem Titel „Arbeit neu denken“ ihre Sicht der auf die Bürowelt von morgen. Die mehr als 56.000 Besucher aus 118 Ländern dürften am Ende ihres Messebesuchs zumindest eines verinnerlicht haben: Wer den Anschluss nicht verlieren will, der muss Schritt halten. Und zwar gewaltig!

Die zunehmende Digitalisierung, die in immer kürzeren Abständen von unserem Büroalltag Besitz ergreift, verändert die Arbeit und beeinflusst vor allem die Zusammenarbeit mit Kollegen, Partnern und Kunden. Das hat Konsequenzen für das Outfit unserer Büroarbeitsplätze, die längst nicht mehr an einem Ort gebunden sein müssen. Wie trotz dieser disruptiven Tendenzen ein Büro-Umfeld geschaffen werden kann, das beantwortete die Orgatec.

Noch wird gearbeitet – meistens im Team

Deutlich zu sehen war, dass trotz viel beschriebener, … Weiterlesen

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