Leben 4.0: Mach doch mal ein Selfie von mir

Die Apple-Welt feiert das iPhone X. Wer Wartezeiten vermeiden will, sollte jetzt schon bestellen. Das neue Wunder-Phone soll im November in die Läden kommen. Ist das schon 4.0? So ganz neu scheinen die Features doch wohl nicht zu sein. Hier geht es um Hochwertigkeit und Status. 4.0 sieht anders aus.

Das ganz große Thema schießt sich auf KI – also künstliche Intelligenz – ein. Sind wir wirklich schon so weit? Die Angst davor basiert auf dem befürchteten Vergleich zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz. Und die brilliert immer noch mit ihren Alltagsblüten.

„Bist Du bei den Jusos?“ fragt Martin Schulz während der ZDF-Sendung Klartext. Antwort: „Nein ich bin bei Instagram!“ Und im selben ZDF-Format fragt Angela Merkel wenige Tage später einen jungen Fragesteller: „ Sind Sie vielleicht selbst ein bisschen Hacker?“ Das Leben 4.0 scheint in der Politik angekommen zu sein. … Weiterlesen

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Haben Sie am 18. August schon etwas vor?

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Was machen Sie eigentlich am Freitag, den 18. August? Feiern Sie den 60. Geburtstag des Kabarettisten Harald Schmidt oder stoßen Sie auf den 100. Geburtstag des ehemaligen US-amerikanischen Verteidigungsministers Caspar Weinberger an? Sie könnten ja auch ein 70-jähriges Jubiläum in Hannover feiern, weil am 18. August 1947 die erste Exportmesse nach dem zweiten Weltkrieg eröffnet wurde. Was hätte ich noch zu bieten? Vor 210 Jahren konstruierte der französische Kaiser Napoleon Bonaparte per Dekret das von Kassel aus regierte Königreich Westphalen, dem fortan sein Bruder Jérôme als König vorstand. Na, vielleicht gibt es ja auch noch aktuelle Termine am 18. August, die Ihnen Freude machen. Ein netter Ausflug zu einem Wahlkampftermin oder vielleicht lieber ein mit guten Ergebnissen gesegnetes Grillevent.

Was mich das überhaupt angeht, was Sie am Freitag machen? Natürlich nichts. Aber eines sollten Sie respektieren: Am 18. August ist … Weiterlesen

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666 x Wier

Nein, es handelt sich nicht um Orthografiefehler, sondern um eine limitierte Erstauflage eines neuen Aperitifs. Wer wie ich gerne Wein trinkt, aber auch einem leckeren Bier nicht abgeneigt ist, dem dürfte das herb-frische Gebräu schmecken. 500 Liter oder 666 Flaschen gab es davon; die letzten beiden habe ich gestern noch ergattert. Da heißt es haushalten, denn weitere 5.000 Liter werden erst im nächsten Jahr abgefüllt.

Bier auf Wein, das lass sein! Dann muss man eben beides zusammen trinken, dachten sich wohl die Ganter Brauerei und die Alte Wache – das Haus der Badischen Weine. Sie kreierten ein völlig neues Produkt, in dem sich die herbe Note von Bier und die fruchtige Frische von Wein geschmacklich ergänzen. Anderthalb Jahre hat die Produktentwicklung gedauert, denn die Bier-Wein-Kombination sollte eine sensorisch ausgewogene Beziehung eingehen. Kellermeister und Sensorikerinnen gingen ans Werk, um aus badischem … Weiterlesen

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Jung & Wild, trocken

Foto: MSWW

Wie ich finde ist das ein gelungene Wortkombination. Sie lässt ganz viel Raum für Assoziationen, Kino im Kopf und für eigene Geschichten. Auch die aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft lassen die Gedanken fliegen.

Es bietet sich an, Emanuel Macron als „Jungen Wilden“ zu bezeichnen. Mit seiner Bewegung „La République en Marche !“ hat er es binnen kürzester Zeit geschafft, etablierte Parteien ganz alt aussehen lassen. Und nebenbei wurde er noch zum mächtigsten Mann Frankreichs gewählt. Chapeau, Monsieur       Macron! Möglichweise passt auf den neuen Star am Polithimmel auch das Attribut „trocken“. Einer der sein Ding durchzieht, ist in der Ausführung hart und genau. Ein Macher eben, der – um es mal ganz salopp zu sagen – trocken aus 20 Metern ins Tor schießt.

Der Begriff „Junge Wilde“ wird in vielen Gesellschaftssegmenten verwendet, zum Beispiel wenn von Personen … Weiterlesen

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Internet-Prosa: Meine letzte E-Mail

Unfassbar, was da täglich auf uns niederprasselt. Während alle Insider vom Content-Hype sprechen, tobt sich die Kreativität der Spam-Poeten in den Headlines unerwünschter E-Mails aus. Die hoffnungsvollste Mail trägt die Überschrift: „Meine letzte E-Mail“. Doch das war wohl nichts. Es geht uneingeschränkt weiter.

„Unterbrechen Sie, was immer Sie gerade tun. Dies müssen Sie sich anschauen“. In den 98 gelöschten Mails im ersten Quartal (alle aufgelaufen im t-online-Account) geht es immer um den perfiden Vorwurf, man sei zu dumm, um reich zu sein. „Menschen arbeiten Jahre daran, ein Werkzeug zu entwickeln, das Menschen hilft, ihre finanziellen Ziele zu erreichen“, heißt es da. Oder „Vorsicht! Pressemitteilung! Vom Notar getestet.“

Die Dreistesten sagen, es sei ganz leicht, pro Stunde 2.000 Euro zu verdienen. Vertrauen will gewinnen, wer sagt, dass im Durchschnitt 2.608,48 Euro pro Tag erwirtschaftet wurden. Und die, die auf dicke Hose … Weiterlesen

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Eine Weihnachtsgeschichte von tollen Schülern und einem eiskalten Herz

Für die fünf Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Gundelfingen hätte es so schön sein können: Ein neuer Flachbildfernseher, Flüge mit einer Drohne, eine Pferd und eine Spende an Kriegsflüchtlinge, davon träumten sie nach ihrem spektakulären Bargeld-Fund. Denn tagelang war unklar, ob die Polizei den Besitzer der 30.000 Euro finden würde, die die Gymnasiasten auf ihrem Schulweg gefunden hatten.

Zuerst dachten Joschua, Julius, Lena, Emma und Luis an Spielgeld. Zuvor waren ja auch schon etliche Kinder an den Geldbündeln mit den 500 Euro-Scheinen vorbeigeradelt, ohne sie zu bemerken. Für die Fünf stand jedoch schnell fest: Das Geld ist echt und muss zur Polizei. Die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als die Kinder den Fund überreichten. Für die verpasste Englischstunde stellte der Polizist den Schülern ein Entschuldigungsschreiben aus. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hatte ganz unerwartet fünf Helden.

Eine Tafel Merci-Schokolade …

Höchst spannend, dass sich in … Weiterlesen

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Der Elfte im Elften um elf

Ja, heute am St. Martins-Tag. Also am 11. November und 50 Tage vor dem Jahresende startet in unseren Karnevalshochburgen die fünfte Jahreszeit. Das hat Tradition und sicher auch gute Gründe.

Doch der Martinstag verdient mehr Respekt als nur eine rote Pappnase. Am 11. November 397 wurde Martin von Tours beigesetzt. Als asketischer Mönch, Nothelfer und Wundertäter errichtete er zu seinen Lebzeiten das erste Kloster des Abendlandes in Ligugé, gründete Pfarreien und wirkte als Bindeglied zwischen Rom und Franken. Der Tag seiner Grablegung wurde zum Martinstag, an dem das bäuerliche Wirtschaftsjahr endete, neuer Wein probiert werden konnte und der Viehabtrieb begann. An diesem Tag (so Wikipedia) endeten Dienstverhältnisse, Pacht-, Zins- und Besoldungsfristen. Gleichzeitig wurden die Steuern fällig, die früher in Naturalien, auch mit Gänsen, bezahlt wurden. Zu den Brauchtümern zählten Kinderfeste ebenso wie Martinsfeuer, um das getanzt wurde. Aus den dazugehörigen … Weiterlesen

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Der Teufel ist ein Eichhörnchen

Probleme tauchen auf, wo man sie nicht vermutet. Der Volksmund hat dafür ein Sprichwort: Der Teufel ist ein Eichhörnchen. Mit dieser Erkenntnis überzeugte mich der BMW-Servicemann, um mir für den frühzeitigen Wechsel auf Winterreifen die Entscheidung abzunehmen. Und Recht hat er. Winerreifen von O bis O, von Oktober bis Ostern, ist zwar nicht Pflicht, gehört aber zu den auch vom ADAC gegebenen Empfehlungen. Und wenn etwas beim unverhofft kommenden Wintereinbruch passiert und die Winterreifen noch eingelagert sind, bekommt die Regel von O bis O bei Versicherungen eine ganz neue Bedeutung. Oh, oh!

Und das war nur ein Tipp der Beratung im Autohaus meines Vertrauens. Dahinter steckt selbstverständlich und ganz unbemerkt ein Eigennutz. Es scheint im Moment zwar noch nicht dringend zu sein. Fällt aber der erste Schnee, wollen tausende von Kunden sofort den Reifenwechsel nachholen. Und vor diesem Chaos fürchtet … Weiterlesen

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Alles rosa oder Romantik 2.0?

Unser Karl (Lagerfeld), so liest man, zeigt in der kommenden Wintersaison Rosa-Töne für Chanel. „Denke rosa, aber trage es nicht“, so sagte er einst (https://www.modepilot.de/2016/08/16/a-shaded-view-on-pink/). Aber, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Man ist ja durchaus lernfähig und antizipiert die Trends, wenn das US-amerikanische Pantone Color Institut Rosa und Hellblau zu den Farben des Jahres 2016 kürt.

Rosa ist eine umstrittene Farbe. Irgendwie scheint sie negativ belegt zu sein, was Redensarten wie „etwas durch die rosarote Brille sehen“ oder „Sehnsucht nach rosigen Zeiten“ belegen. Außerdem ist sie die Farbe für kleine Mädchen. Gender Studies mögen fürchten, dass die rosafarbene Barbie die kleinen Mädchen später vom Physikstudium abhalte.

Ins Reich der rosaroten Spekulationen verweist ein Blick auf Wikipedia. Hier erfährt man, dass die Mythen der Moderne noch nicht einmal 100 Jahre alt sind. Erst seit den 1920er Jahren wird die … Weiterlesen

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Fast hätte der Papst eine Stellvertreterin gehabt

Sprachliche Ungenauigkeiten lassen schmunzeln. Die Badische Zeitung vom 15. Juli 2016 kommentierte in ihrer Kolumne „Unterm Strich“ den Fauxpas in der Pressemeldung, welche die deutschsprachige Abteilung von Radio Vatikan rundmailte (1). Das Thema: der neue Pressesprecher Greg Burke. Offensichtlich hieß es in der Originalmeldung, Papst Franziskus habe „Greg Burke zum Pressesprecher des Heiligen Stuhls ernannt und Paloma García Ovejero zu seiner Stellvertreterin.“ Wer schnell liest, denkt an eine Sensation. Nicht nur, dass Franziskus als erster Papst einen Stellvertreter bekommt, sondern noch dazu ein taffe und hübsche 41-jährige Spanierin.

Ich hätte es ja prima gefunden mit der Stellvertreterin, aber daraus wird nichts. Denn wer genau liest, erkennt, dass sich „seiner“ auf Herrn Burke bezieht. Radio Vatikan habe das Missverständnis korrigiert, schreibt die Badische Zeitung. Das ist wohl so, weil auch im Netz keine Spuren mehr von der Originalversion zu finden sind.

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