(K)eine Bombenstimmung in Freiburg

Wir können aufatmen. Unser Quartier muss am kommenden Sonntag nicht evakuiert werden, weil die Bombensucher nicht fündig geworden sind. Eine Randnotiz im Lokalteil der Badischen Zeitung von heute (07.10.2016) sowie ein knapper Artikel in der gestrigen Online-Ausgabe machen dem seit 14 Tagen andauernden Spuk um eine mögliche Evakuierung von großen Teilen der Altstadt ein Ende. Ich hätte mir allerdings eine bessere Kommunikation gewünscht.

Das sind die Fakten: Badenova erneuert einen Kanal, was eine routinemäßige Überprüfung der alten Luftbilder durch die Kampfmittelbeseitigung zur Folge hat. Dazu muss man wissen, dass Freiburg im Zweiten Weltkrieg mehrmals Ziel von Fliegerangriffen war. Am 27. November 1944 fielen 150.000 Bomben auf die Stadt. Bei einer solchen Menge Kriegsmaterial ist mit Blindgängern zu rechnen, die auch bei Bauarbeiten in der Vergangenheit schon häufig unschädlich gemacht werden mussten.

Das Amt für öffentliche Ordnung reagiert prompt und informiert … Weiterlesen

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Geht es immer noch verrückter?

Das Wetter? Sowieso! Die EU? Mann oh Mann: Boris „Brexit“ Johnson neuer Außenminister. Die EM? Dritter Platz für den Weltmeister. Die Digitalisierung? Seit über 25 Jahren Alltag, aber wegen neuer Technologien plötzlich der Hype schlechthin. Social Media? Na ja: Schweinsteiger hat geheiratet. Katzenbergers Ja-Wort ist Quoten(s)hit. Sky du Mont wieder Single. Und jetzt noch Pokémon Go.

Ganz langsam. Zuerst die Digitalisierung. Ganz ehrlich: Mich macht dieser Hype sprachlos. Und das soll wohl auch so sein. Miteinander zu sprechen, scheint völlig aus der Mode zu geraten. Um die Kommunikation kümmert sich in Unternehmen jetzt der CIO. Nie gehört? CIO ist der Chief Information Officer. Dieser neue Titel durchlief die Karrierestufen vom EDV-Leiter, IT-Leiter, Leiter Informationstechnik und IT-Manager. CIO klingt moderner, meint aber kaum etwas anderes. Er schafft die internen und externen Plattformen, auf denen man sich austauschen kann, auf denen man … Weiterlesen

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Wir brauchen den Tag des Eiertanzes

Jean-Georges Noverre. Kennt jemand diesen Herrn? Heute, am 29. April, wäre der französische Tänzer und Choreograf 189 Jahre alt geworden. Ja, und? Noverre gilt als Schöpfer des modernen Balletts. Um ihn nie zu vergessen, erfand das Internationale Komitee des Tanzes des Internationalen Theater Institutes (ITI-UNESCO) im Jahr 1983 den Internationalen Tag des Tanzes und datierte diesen weltweiten Gedenktag auf das Geburtsdatum von Jean-Georges Noverre. Heute ist also der Tag des Tanzes.

Ziel dieser Initiative war und ist es, Barrieren abzubauen und Menschen mit der universellen Sprache des Tanzen zusammen zu bringen. Egal ob klassisches Ballett oder rassiger Tango, die Botschaft funktioniert auch beim Breakdance , bei rituellen oder Brauchtumstänzen. Und der Tag des Tanzes stimuliert auch das Geschäft. Vereine, Tanzschulen, Gruppen und Studios zeigen ihr Können und animieren zum Nach- und Mitmachen.

Das Tanzen, also die meist rhythmischen Körperbewegungen und … Weiterlesen

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Kommunikation X.0: Ein Ratespiel zwischen Technik, offenen Herzen und klugen Köpfen

Über die Herausforderungen der Kommunikation in der Zukunft nachzudenken, dazu wurde ich in der jüngsten Vergangenheit öfter angeregt. Da begegnet einem immer häufiger der Begriff Industrie 4.0. Da liest man in der Tageszeitung, wie sich Menschen für das Wohlergehen von Flüchtlingen einsetzen. Da setzt sich Henning Mankell in seinem letzten Buch „Treibsand“ posthum unter anderem mit der Vermüllung unseres Planeten auseinander. Drei aktuelle globale Herausforderungen, die allesamt etwas mit Kommunikation zu tun haben.

Industrie 4.0

Ekkehart Padberg von der gleichnamigen Unternehmensberatung erklärt, was Industrie 4.0 ist: „Der Begriff steht für die intelligente Vernetzung der globalen Wertschöpfungsketten aufgrund fortschreitender Digitalisierung von Produktionsprozessen unter Einsatz dezentraler Intelligenz. Doch Industrie 4.0 wird ohne Kommunikation 4.0 nicht möglich sein. (…) Ziel von Industrie 4.0 ist die wachsende Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, um flexible Großserienfertigung, schnellere Produktwechsel sowie Unternehmen und Kunden bestmöglich in die … Weiterlesen

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PR à la Hübner

Kennen Sie Hübner, Peter Hübner? Nein? Nun ja, Peter Hübner hat auch erst einmal nichts mit PR zu tun. Peter Hübner ist Architekt. Und im November 2013 erlebte ich ihn während eines Vortrages auf der „denk.werkstatt“ bei Resopal. Darin propagierte er: „Bauen ist ein sozialer Prozess!“ Und er beschrieb, wie er zusammen mit den späteren Nutzern der Häuser diese plante und baute. Das Planen und Bauen als der Kernprozess seiner Arbeit erlebte Hübner dabei immer als horizonterweiternd, bereichernd, und am Ende stand jedes Mal ein einmaliger Ort, ein höchst individueller, maßgeschneiderter, aber auch herrlich menschlich unperfekter Bau.

Bis heute ist mir die Lebens- und Arbeitsphilosophie von Peter Hübner nicht aus dem Kopf gegangen, und sie rückt immer dann in den Vordergrund, wenn ich Meldungen wie diese lese:

• „Wie Chefs ihren Pressesprechern das Leben schwer machen“ ( von Thomas Dillmann)
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Was hat Klopapier mit einer
Medienresonanzanalyse zu tun?

Die Frage, was wir so machen, hören wir nach Umzug an unseren neuen Standort öfter. Wenn unser neues Umfeld wissen möchte, womit wir uns so beschäftigen, dann starten wir meistens damit, unsere kreativen Leistungen zu beschreiben. Dabei ist das nur eine Seite unserer Arbeit; die zweite Seite beschäftigt sich damit, dass wir die Wirkung dessen verfolgen, was wir im Kundenauftrag produzieren – und das mit großem Aufwand.

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit einer fundierten Erfolgskontrolle, die wir unseren Kunden anbieten. Denn im Anschluss an einen Messeauftritt, nach dem Versand einer Pressemitteilung oder im Nachgang zu einem Event möchten wir wissen, ob und wie diese Maßnahmen und Botschaften angekommen sind. Veröffentlichungen zu sammeln – hierfür gibt es professionelle Dienstleister wie „Ausschnitt“ oder „Landau Media“ – und in regelmäßigen Pressespiegeln zusammenzufassen reicht aber nicht. Denn der Papierstapel allein lässt noch … Weiterlesen

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Ist mein Job bald überflüssig?

Diese Frage stellte ich mir, als ich auf faz.net den Artikel „Ersetzen Computer Menschen?“ las. Niemand ist schließlich unersetzlich, und die gravierenden Umwälzungen in unserer Arbeitswelt haben und werden weitere Folgen für unsere Arbeitsplätze haben.

Die Ökonomen sind sich nicht ganz einig, ob es nun nur die geringqualifizierten Beschäftigungsgruppen oder auch Qualifizierte treffen wird. Die Grafik im Artikel „Niemand ist unersetzlich“ ebenfalls auf faz.net zeigt jedoch, dass zum Beispiel der Beruf des technischen Redakteurs in den kommenden 20 Jahren zu 89 % bedroht ist, wohingegen der Geistliche, der Zahnarzt, die Krankenschwester, der Kurator, der Förster, der Sporttrainer überhaupt nicht in ihrer Existenz bedroht sind. Hätte ich vielleicht doch Tiermedizin studieren sollen? Auch dieser Job macht sich gut in der Liste mittelfristig kaum bedrohter Berufe.

Die Kommunikationsbranche wird nicht expliziert erwähnt, aber der technische Redakteur ist ein gutes Beispiel. Es liefert … Weiterlesen

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Frau P. ist nur offline, aber der Kunde ist König

Wäre Frau P. zehn Jahre jünger, dann wäre sie bestimmt online, und zwar auf allen Kanälen. Da die Dame aber die 80 sicher überschritten hat, bleibt sie offline und lebt trotzdem, was Marketingstrategen und Social-Media-Gurus in Seminaren zu vermitteln versuchen. Das ist irgendwie auch schade, denn Frau P. hätte das Talent zur unangefochtenen Content Marketing und Social Media Queen.

Frau P. schafft offline, was so mancher Fachhändler trotz eigener Website, Social Media, Content-Marketing nicht hinkriegt. Sie setzt Touchpoints für den Kunden. Und was für welche! Mit ihrem kleinen, aber feinen Papierladen bietet sie alles, was das Herz begehrt. In der ostwestfälischen Provinz ist sie für mich der Leuchtturm. Bei Frau P gibt es nichts, was sie nicht besorgen kann. Sie berät engagiert und überzeugt durch exzellentes Branchenwissen. Sie kennt die neuesten Trends und verfügt über viel Geschmack, was sich in … Weiterlesen

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Einmal Kommunikation ohne, bitte!

Für die einen gehört es zum Nonplusultra der Kommunikation, die anderen verfluchen es als Teufelszeug. Gemeint sind Social Media. Best Practice-Beispiele, die zeigen, wie man es richtig macht, finden Anhänger zuhauf. Auf der Gegenseite sieht es ziemlich dünn aus. Wer bislang kein Social Media im Unternehmen einsetzte, wurde schnell als zu dumm abgestempelt. Aber möglicherweise gibt es schon bald einen Präzedenzfall.

„Grüne Erde“, der österreichische Produzent und Händler von ökologisch und sozial fair hergestellten Produkten, insbesondere Kleidung, Möbel, Kosmetik, Wohn- und Schlafutensilien, teilte Mitte März per Pressemeldung mit, in Zukunft auf Marketing-, Werbe- und Auswertungswerkzeuge zu verzichten, die den Datenschutz gefährden, und sich bewusst von Facebook, Twitter und Google+ zu verabschieden, „weil dort in zunehmenden Maß jeder Kommentar und jedes ‚Gefällt mir‘ für die Werbewirtschaft ausgewertet wird“.

Der Entschluss kommt als Teil einer Unternehmensstrategie daher, die sich seit 1983 der … Weiterlesen

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Wenn das Nonplusultra „Büroler“ nicht überzeugt

Gleich vorweg: Der Artikel auf FAZ.net (1) zu den Büromythen hat mir gut gefallen. Längst sinniere ich darüber, was Architekturzeitschriften und viele andere Medien so toll daran finden, wenn sie Großraumbüros – oh sorry, natürlich Open Space Offices – als das Nonplusultra modernen Bürolebens herausstellen. Der kurze Weg zum Kollegen und die inspirierende Kommunikation sind die Argumente, die überzeugen sollen.

Mich überzeugt das nicht. Wenn ich kommunikativ bin, dann rede ich mit meinem Kollegen, egal in welcher Etage er sitzt. Ganz im Gegenteil, Bewegung tut gut und hilft, den Kopf frei zu bekommen. Bin ich eher mundfaul, dann kommuniziere ich lieber nicht oder nur dann, wenn es unbedingt sein muss. Da hilft auch das so hochgelobte Großraumbüro wenig.

Wenn ich mir jedoch vorstelle, wie hoch der Geräuschpegel ist, wenn zehn Kollegen auf engem Raum zusammensitzen, dann bin ich froh, zu … Weiterlesen

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