Wenn der Hirsch röhrt, ist (nicht) immer Brunftzeit

Wer kann das Röhren eines Hirsches am besten nachahmen? Das wollen die Veranstalter der 17. Deutschen Meisterschaften der Hirschrufer heute, am 6. Februar 2015, herausfinden. In diesem Jahr zählt ein „Rufduell zweier Hirsche auf dem Höhepunkt der Brunft“. Geröhrt wird auf der Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund.

Da sollten sich einige Platzhirsche aus Politik, Wirtschaft und Kommunikation aufgerufen fühlen, mitzumachen. Aber nicht nur aus diesen Bereichen, sondern auch von Menschen wie du und ich hätten die Jäger eine ernstzunehmende Konkurrenz zu fürchten. Auf Social-Media-Kanälen wird geröhrt, was das Zeug hält. Kommentarduelle werden ausgefochten, Lobeshymnen auf die eigenen Fähigkeiten gesungen und Andersdenkende gnadenlos niedergerungen.

Der Kommunikationsbereich ist prädestiniert für das Röhren. Der aufmerksame Beobachter kann sich so manches Mal des Eindrucks nicht erwehren, dass, wer am lautesten röhrt, auch der Beste ist. Klar, das beeindruckt den Nebenbuhler, und schwups lässt … Weiterlesen

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„Zu Hause ist da, wo deine Freunde sind“

… singen Adel Tawil feat. Matisyahu und meinen damit, dass wir uns in der realen Welt dort am wohlsten fühlen, wo die Menschen sind, die uns vertraut sind. In der digitalen Welt ist es genauso: Auch hier tummeln wir uns bevorzugt auf den Plattformen, wo sich Bekannte, Verwandte, Kollegen und Freunde austauschen.

890 Millionen Nutzer bewegen sich weltweit täglich auf Facebook; selbst Eltern- und Ureltern drängen verstärkt in das Netzwerk1. Neue Plattformen haben es selbst dann schwer, wenn sich – wie gerade jetzt – die Klagen über mangelnden Datenschutz und Werbeflut häufen. Hinein in eine fremde Welt, das wagt kaum jemand; es ist ja auch bequem, wenn man es sich erst mal irgendwo gemütlich gemacht hat. Und ganz verzichten auf social networks? Nein – der einstündige Serverausfall in dieser Woche gab einen kleinen Vorgeschmack – das kommt für die meisten … Weiterlesen

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Mit Höflichkeit geht Kommunikation leichter

MEV Fotoarchiv

Hand aufs Herz: Antworten Sie, wenn Sie eine Einladung, zum Beispiel zur Hochzeit oder zum Geburtstag, bekommen, mit der Sie gebeten werden, Bescheid zu geben, ob Sie dabei sein werden? Ich denke schon, denn sonst stünde der Gastgeber ganz schön auf dem Schlauch, vorausgesetzt die anderen 50 oder 60 Eingeladenen täten es Ihnen gleich. Schließlich ist er darauf angewiesen zu wissen, wie viele Gäste kommen: Raum, Essen, Tischordnung, Kapelle und vieles andere müssen geplant werden, damit Sie sich wohlfühlen und ein rauschendes Fest erleben dürfen. Denn für jeden Gastgeber steht der Gast eindeutig im Mittelpunkt.

So ist es auch bei Presseeinladungen – egal ob Pressekonferenz, Pressereise, Jubiläum oder Firmenveranstaltung. Da gibt es einen Gastgeber, der einlädt, in vielen Fällen übernimmt das die für ihn arbeitende PR-Agentur. Wie auf der persönlichen Ebene gilt auch im geschäftlichen Bereich: Wer einlädt, möchte natürlich … Weiterlesen

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Verknappung üben

Foto: MSWW

Es ist wieder so weit. „Jingle Bells“ im Radio, im Supermarkt und auf den Weihnachtsmärkten – alles natürlich nur, damit Stimmung aufkommt. Das muss ein kommunikatives Missverständnis sein, denn die meisten Konsumtempel und -tempelchen haben doch schon mit Weihnachten abgeschlossen.

Als ich pünktlich zu Nikolaus für meine Kollegen einen Schokoladen-Nikolaus im Supermarkt einer ostwestfälischen Kleinstadt erstehen wollte, hatte ich leider Pech. Die Palette der roten Nikoläuse meiner Lieblings-Schokoladensorte war bis auf XXL-Exemplare zusammengeschmolzen. Da stand ich nun und musste mich mit den schäbigen Resten eines weitgehend abgegrasten Sortiments zufrieden geben. Der Versuch, Pyramidenkerzen für meine Weihnachtspyramide zu ergattern, scheiterte bereits im November. Weiße Kerzen waren leider aus. Abhilfe schuf die Großstadt, aber ob es normal ist, für einen alltäglichen Saisonartikel in die Großstadt zu kutschieren oder die Online-Angebote zu durchforsten, bleibt dahingestellt.

Angeblich fühlt sich die Mehrheit der Deutschen davon … Weiterlesen

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Handwerk hat goldenen Boden

PR ist Handwerk

Das Sprichwort besagt, wer ein Handwerk erlernt, hat eine gute berufliche Zukunft und wird viel Geld verdienen. Doch die Zünfte des Handwerks unterscheiden sich. Betrachten wir beispielsweise die Kommunikationsfacharbeiter in ihrer Textwerkstatt. Natürlich gibt es Befürworter der These, dass Kommunikatoren geisteswissenschaftlich tätig sind. Doch PR ist Handwerk.

In der streng vereinfachten Begriffsdeutung steht Kommunikation für soziale Handlungen zwischen Sendern und Empfängern. So weit, so gut. Es lohnt sich aber, über den Begriff „sozial“ nachzudenken. Und wer nachdenkt, landet schnell bei Wikipedia, um sich neue Anstöße zu holen. „Sozial“ definiert das Weltlexikon umgangssprachlich als den Bezug zu einer oder mehreren Personen, sich also für andere interessieren und sich einfühlen können. Kurz gesagt: Man sollte bereit sein, anderen zu helfen und nicht allein an sich denken. Wie es sich für Wikipedia gehört, erhalten auch die Abschattierungen dieser Definition ihren Platz. Beispielsweise gilt … Weiterlesen

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Keine App ist auch (k)eine Lösung

Gott sei Dank gibt es sie in unserem Kreis noch: die Konkurrenz in der Tageszeitungslandschaft. Ich lese alle drei Blätter gern, aber gerade nicht in unhandlicher Papierform, sondern als ePaper. Dazu gehören Apps, die mir das Printprodukt in der gleichen Form auch auf meinem mobilen Endgerät zugänglich machen.

Nun sind Apps ja im Allgemeinen sehr hilfreiche Anwendungen, wenn es darum geht, alltägliche Dinge oder Komplexität zu vereinfachen und die persönlich wichtigen und guten Dinge herauszufiltern. Die e-Paper-App einer unserer drei Tageszeitung im Kreis sticht allerdings heraus. Es gibt sie nämlich erst gar nicht. Der Anbieter nimmt dem User die Entscheidung ganz einfach ab und antwortet auf die Frage, ob es die App auch für Smartphone gibt, mit: „Nein. Das Lesen einer vollständigen Zeitungsseite auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm ist nicht komfortabel.“ Da weiß man, was die Glocke geschlagen hat: http://www.die-glocke.de/aboundleserservice/app. So … Weiterlesen

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ARD-Woche der Toleranz – na, ja!

Toleranz – eine schwierige Tugend, und ich glaube, dass es eigentlich keine deutsche Tugend ist. Schon die Kritik an der ARD-Themenwoche zur Toleranz zeigt, wie schwierig es ist, das Thema – vor allem wenn es um die Verschiedenartigkeit der Menschen geht – in den Griff zu bekommen. Toleranz ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert.

Der Partner hat eine andere Auffassung von Ordnung als ich, die Freundin bringt über Jahre genau die Blumen mit, die ich nicht mag, und mein Gegenüber starrt während des Meetings unentwegt auf sein Smartphone. Muss ich das tolerieren? Ich glaube, nein. Hier ist ein klärendes Wort hilfreich, welches das Miteinander entschieden vereinfacht.

Tolerieren sollte ich, wenn der Nachbar seinen Garten nun mal nicht mit der berühmten Nagelschere bearbeitet, wenn Geschmacksvorstellungen und politische Meinungen im Freundeskreis divergieren. Wie pflegte meine Mutter immer zu sagen: „Der eine geht … Weiterlesen

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Man nehme: Worte als Zutaten

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Was hat Kochen eigentlich mit Kommunikation zu tun? Eigentlich nichts, möchte man meinen, außer, dass beide Substantive mit KO anfangen. Ich meine jedoch mehr. Um kochende Leidenschaften zu leben, muss man kommunizieren. Das beginnt beim Einkauf und endet beim Essen, wo sich Familie, Freunde, Partner oder Geschäftsleute treffen, um über Alltägliches, Privates oder Geschäftliches zu plaudern. Gemeinsames Essen initiiert Beziehungen und Freundschaften und gehört zu den wunderbaren Seiten des Lebens, die ich nicht missen möchte.

Schon ist er eklatant – der Zusammenhang. Ein Gespräch, ein PR-Text, eine Rede, ein Statement oder ein Posting brauchen Zutaten genauso wie das Kochen. Und wie bei einem guten Rezept müssen die Zutaten wohl dosiert, in der richtigen Reihenfolge und möglichst à la minute in den Topf respektive die Pfanne kommen. Kocht die Pasta zu lang, ist sie nicht mehr al dente. Genauso sind Text, … Weiterlesen

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Der Geist der Social Media

In zwei Monaten ist Weihnachten. Bei dem Stichwort kommt mir jedes Jahr „A Christmas Carol“ von Charles Dickens in den Sinn. Darin geht es um den griesgrämigen, kaltherzigen, geizigen und habgierigen Unternehmer Ebenezer Scrooge, dem in einer einzigen Nacht vier Geister erscheinen. Sie verhelfen ihm dazu, sein Leben zu ändern.

Auch wenn es für eine Weihnachtsgeschichte ein wenig früh erscheint: Als Online-Kunde wünschte ich machmal, manchem Unternehmen wäre auch schon einmal ein Geist erschienen. Nur hieße dieser nicht „Geist der vergangenen, diesjährigen oder zukünftigen Weihnacht“. Es wäre vielmehr der „Geist der Social Media“.

Mir fiel es ausgerechnet bei dem Unternehmen auf, das den Geist bereits im Namen trägt. Ein Poncho hatte es mir angetan, der mit einem ansprechenden Outfit in einem Facebook-Post beworben wurde. Mit Klick auf den Link erwartete ich den direkten Zugriff auf das Produkt, um mit meiner … Weiterlesen

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Die Schweigespirale: Im Internet gibt es kein Eisenbahnabteil

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Manchmal wünsche ich mir, dass die Muckibude das berühmte Eisenbahnabteil wäre, mit dem Elisabeth Noelle-Neumann Öffentlichkeit zu simulieren versuchte. Dann bestünde vielleicht die Chance, dass manche Zeitgenossen Peinlichkeit empfänden und möglicherweise aus Angst vor Isolation schwiegen. Das wäre schön für mich und für alle, denen das Geschwätz allzu Mitteilsamer auf den Keks geht.

Die Theorie der Schweigespirale, die die öffentliche Meinung zu erklären versucht, beschäftigt mich, weil ich den Artikel auf faz.net „Auch im Internet regiert die Schweigespirale“ vom 26. August 2014 gelesen habe. Meine Kollegen meinten, dass ich dieses Thema in einem Blogbeitrag behandeln sollte. Schließlich sei ich infiltriert. In der Tat, ich war es! Und nach langen Jahren der Abstinenz wieder mal in die Tiefen der Kommunikationswissenschaft einzutauchen, ist ja auch einen Versuch wert.

Dreh- und Angelpunkt während meines Studiums der Publizistik am Institut für Publizistik in Mainz … Weiterlesen

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