OH DU FRÖHLICHE(R) BLACK FRIDAY

Also gut, Weihnachten findet statt. Das ist natürlich keine brandaktuelle Nachricht. Wir wissen es ja seit 12 Monaten, dass die Vorweihnachtszeit den Nervenkitzel pusht. Und das, weil alle Welt neuen Trends hinterherläuft oder sich mit innovativen, verkaufsfördernden Ideen modernisieren möchte. Worum es dabei geht, gerät schon mal in Vergessenheit.

Die ursprüngliche weihnachtliche Festzeit beginnt am Heiligabend. Und weil Martin Luther es so propagierte, folgt das große und auf die gegenseitigen Geschenke fokussierte Familienfest. Dem Reformator ging es darum, die Geschenksitten zum Nikolaustag abzuschaffen und statt der Heiligenverehrung das Interesse der Kinder auf Christus zu lenken. Die Zukunft von Weihnachtsmärkten (erstmals wohl 1310 als Nikolausmarkt in München), Weihnachtsbaum (16. Jahrhundert), Adventskranz (seit 1839) und Weihnachtsmann (ab 19. Jahrhundert) nahm seither ihren Lauf. Das Geschäftsmodell für den Einzelhandel entwickelte sich zum wochenlangen, immer früher beginnenden  X-Mas-Sale.

In den USA datiert man den … Weiterlesen

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Franzosen haben Bock auf Küche

Sie stutzen und fragen sich wieso? Schließlich haben Franzosen doch schon immer eine starke Beziehung zur Küche gepflegt. Richtig: Unsere Nachbarn sind dafür bekannt, dass sie gerne und gut kochen und dabei sehr viel Wert auf die Qualität und Frische der Nahrungsmittel legen. Dass sie jetzt aber auch genug von ihren alten Küchen haben, davon berichtet die Fachzeitschrift L’Officiel des cuinistes in ihrer aktuellen Mai-Ausgabe. Laut einer Umfrage auf Basis von 1.002 Personen, die die FBD-Gruppe – ein auf den Vertrieb von Küchen spezialisiertes Franchise-Vertriebsnetzwerk  (Cuisines Plus, Ixina, Cuisines Références)  – zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Opinion Way durchgeführt hat, möchten die Franzosen ihre Küche häufiger als bisher erneuern, um sich  ihren Wunsch nach einem modernen, funktionalen und mit innovativen Geräten ausgestatteten Küchenambiente zu erfüllen.

Die Kochlust, die bei den Franzosen offenbar auch ein wenig eingeschlafen war, scheint durch Kochsendungen, … Weiterlesen

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Wenn „Zen“ nicht hält, was sie verspricht

„Zen“, so heißt meine Dunstabzugshaube; sie benötigt einen neuen regenerierbaren Filter. Wenn sie auch weiterhin so zuverlässig wie bisher dicke Luft in der Küche vermeiden soll, dann musste ich jetzt endlich den neuen Monoblock-Kohlefilter bestellen. Also, flugs die Novy-Seite angeklickt und geschaut, ob der Originalfilter mit der Nummer 7300.055 möglicherweise dort zu bestellen ist. Im Hinterkopf hatte ich den super funktionierenden Ersatzteil- oder Pflegemittelshop von Blanco. Aber leider bietet die Novy-Website keine Möglichkeit, den Filter direkt zu bestellen. „Macht ja nichts“, dachte ich, „irgendwo wird die Seite schon einen Hinweis geben, wo der Filter bestellt werden kann.“

Unter Kundendienst fand ich dann dieses: „Bitte lesen Sie zuerst unsere FAQ, da diese eventuell das Problem lösen. Halten Sie Ihre Rechnung, die Modellbezeichnung und das Kaufdatum bereit. Rufen Sie Ihren Fachhändler an und melden Sie das Problem. Ihr Fachhändler wird daraufhin den … Weiterlesen

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Plötzlich Marke: Wie geht das?

Manchmal liegt die Lösung so nah. Auf der Suche nach einer Idee für einen Blogartikel solle man, so Robert Weller in dem Buch „Blog Boosting“(1), einfach mal in die Fachbücher im Regal schauen. Dort fänden sich häufig Anregungen zum Thema. Bei mir genügte der Blick aufs Regal. Gleich im oberen Fach reihen sich dort in bunter Vielfalt 13 Bücher zur „denk.werkstatt“ bei Resopal. Das 14. befindet sich gerade im Druck; die 15. Auflage der Veranstaltung steigt in einer Woche.

„Zu Beginn des Jahrtausends eine Idee – nach einer Dekade eine Institution“, schrieb der Mitinitiator und Moderator Professor Rudolf Schricker zum zehnjährigen Jubiläum. Und heute? Mit 15 Jahren demonstriert die „denk.werkstatt“ Beständigkeit, und sie hat Werte hervorgebracht, die die Schöpfer selbst darüber in Staunen versetzen, dass sie das Zeug zur Marke haben, obwohl das nie die Absicht war.

Geplant war lediglich, … Weiterlesen

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Facebook – Die ungenutzten Potenziale

Auf einmal hatte ich einen Freund weniger auf Facebook. Es dauert ja eine Weile, bis man herausgefunden hat, wer einem da „untreu“ geworden ist: Ein junger Familienvater aus meinem Freundeskreis, dem Facebook „nichts mehr bringt“. Das scheint ein Einzelfall zu sein, beschäftigt man sich mit den Nutzerzahlen der Plattform. Facebook erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit: „Auch wenn es in letzter Zeit vermehrt Diskussionen darüber gibt, ob Facebook ein Problem mit jüngeren Nutzern hat: Facebook hat weiterhin eine enorme Reichweite und beeindruckende Nutzerzahlen. Weltweit gibt es knapp 1,4 Milliarden aktive Nutzer der Plattform, in Deutschland dürften wir bei rund 28 Millionen Nutzern sein. Dabei werden die Nutzer der Plattform immer älter.“ (1)

Gerade deswegen halte ich Facebook für eine ideale Plattform für die Öffentlichkeitsarbeit kleiner und mittlerer Unternehmen und – aufgrund dessen, dass die Plattform kostenlos ist – erst … Weiterlesen

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Heiße Tage im Kampf mit Textbausteinen

Noch hat das Jahr sechseinhalb Monate. Doch die Meteorologen sprechen bereits vom heißesten Tag des Jahres. 31 Grad für Bad Oeynhausen, 33 Grad für Freiburg meldete das iPhone am jüngsten Brückentag, dem 6. Juni 2015. Die neuesten Facebook-Meldungen warnen vor dem Rasenmähen bei der Hitze, befürchten die Kontingentierung von Grillfleisch im Supermarkt oder empfehlen selbstgemachten Erdbeerquark. Liebe Leute: Heiße Tage sehen anders aus.

Seit Wochen führen wir einen erbitterten Kampf gegen Textbausteine. Unser bevorstehender Umzug nach Freiburg und Verl verlangt Ab- und Anmeldungen. Die erste Hälfte dieses Spiels funktioniert im geordneten Haushalt wie am Schnürchen. Doch dann hagelt es Textbausteine. Uralte Adressen und Ansprechpartner verdeutlichen den Zustand von Kundendateien. Dass das Lesepotenzial eingeschränkt ist, zeigen die Antworten. Nichts wird mehr gründlich gelesen. Schon gar nicht, wenn Wünsche geäußert werden, für die es in den Antwortmaschinen keine programmierten Lösungen gibt. Fragen … Weiterlesen

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Frau P. ist nur offline, aber der Kunde ist König

Wäre Frau P. zehn Jahre jünger, dann wäre sie bestimmt online, und zwar auf allen Kanälen. Da die Dame aber die 80 sicher überschritten hat, bleibt sie offline und lebt trotzdem, was Marketingstrategen und Social-Media-Gurus in Seminaren zu vermitteln versuchen. Das ist irgendwie auch schade, denn Frau P. hätte das Talent zur unangefochtenen Content Marketing und Social Media Queen.

Frau P. schafft offline, was so mancher Fachhändler trotz eigener Website, Social Media, Content-Marketing nicht hinkriegt. Sie setzt Touchpoints für den Kunden. Und was für welche! Mit ihrem kleinen, aber feinen Papierladen bietet sie alles, was das Herz begehrt. In der ostwestfälischen Provinz ist sie für mich der Leuchtturm. Bei Frau P gibt es nichts, was sie nicht besorgen kann. Sie berät engagiert und überzeugt durch exzellentes Branchenwissen. Sie kennt die neuesten Trends und verfügt über viel Geschmack, was sich in … Weiterlesen

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Möbelhandel: So weit die Füße tragen

Einrichtungstipp aus "Garten & Wohnen"

Akribisch dröselt Ralf Hartmann in seinem HartDran-Möbel-Report vom 16. Januar 2015 im Editorial auf, mit welchen Verschwörungstheorien sich die Möbelbranche aktuell herumplagt. Kurz gesagt: Den Spaßfaktor am Geschäft reduziert die Konzentration, das Verbandsgerangel und der wachsende E-Commerce. Aber aus seiner Feder fließt auch gleich der Trost: So schlimm ist es doch noch lange nicht.

Hartmann sinngemäß: In der Lebensmittelbranche erwirtschaften die großen sechs Handelsgruppen 80 Prozent des Gesamtvolumens. Im Möbelhandel vereinen sechs Namen rund 36 Prozent Marktanteil auf sich. Über das Internet verkaufen die „von internationalen Investoren hochgepäppelten“ Händler inzwischen Möbel im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Marktanteil von knapp fünf Prozent. Das Horrorszenario, mit dem sich anderen Branchen herumschlagen, passt noch nicht zur Möbelwelt.

So weit, so gut. Vielleicht aber doch noch ein kleiner historischer Vergleich. Als es noch die dicken Versandkataloge von Neckermann, Otto und … Weiterlesen

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Verknappung üben

Foto: MSWW

Es ist wieder so weit. „Jingle Bells“ im Radio, im Supermarkt und auf den Weihnachtsmärkten – alles natürlich nur, damit Stimmung aufkommt. Das muss ein kommunikatives Missverständnis sein, denn die meisten Konsumtempel und -tempelchen haben doch schon mit Weihnachten abgeschlossen.

Als ich pünktlich zu Nikolaus für meine Kollegen einen Schokoladen-Nikolaus im Supermarkt einer ostwestfälischen Kleinstadt erstehen wollte, hatte ich leider Pech. Die Palette der roten Nikoläuse meiner Lieblings-Schokoladensorte war bis auf XXL-Exemplare zusammengeschmolzen. Da stand ich nun und musste mich mit den schäbigen Resten eines weitgehend abgegrasten Sortiments zufrieden geben. Der Versuch, Pyramidenkerzen für meine Weihnachtspyramide zu ergattern, scheiterte bereits im November. Weiße Kerzen waren leider aus. Abhilfe schuf die Großstadt, aber ob es normal ist, für einen alltäglichen Saisonartikel in die Großstadt zu kutschieren oder die Online-Angebote zu durchforsten, bleibt dahingestellt.

Angeblich fühlt sich die Mehrheit der Deutschen davon … Weiterlesen

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Keine App ist auch (k)eine Lösung

Gott sei Dank gibt es sie in unserem Kreis noch: die Konkurrenz in der Tageszeitungslandschaft. Ich lese alle drei Blätter gern, aber gerade nicht in unhandlicher Papierform, sondern als ePaper. Dazu gehören Apps, die mir das Printprodukt in der gleichen Form auch auf meinem mobilen Endgerät zugänglich machen.

Nun sind Apps ja im Allgemeinen sehr hilfreiche Anwendungen, wenn es darum geht, alltägliche Dinge oder Komplexität zu vereinfachen und die persönlich wichtigen und guten Dinge herauszufiltern. Die e-Paper-App einer unserer drei Tageszeitung im Kreis sticht allerdings heraus. Es gibt sie nämlich erst gar nicht. Der Anbieter nimmt dem User die Entscheidung ganz einfach ab und antwortet auf die Frage, ob es die App auch für Smartphone gibt, mit: „Nein. Das Lesen einer vollständigen Zeitungsseite auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm ist nicht komfortabel.“ Da weiß man, was die Glocke geschlagen hat: http://www.die-glocke.de/aboundleserservice/app. So … Weiterlesen

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