Drei Jahre Facebook: Und was nun?

MSWW-PR Ersteintrag bei Facebook 2010Drei Jahre Erfahrungen auf Facebook. Ganz korrekt: Drei Jahre und zwei Monate gehört die MSWW Seite bei Facebook zum Repertoire der PR-Agentur. Die Frage stellt sich, ob sich dieses Engagement gelohnt hat und weiter Investitionen rechtfertigt. Die Antwort ist so sinnfällig wie die Antwort auf die Frage, ob man den allmorgendlichen Gruß wirklich braucht.

Anders gesagt: Wer Klavier spielen will, muss die Bedienung der Klaviatur mühsam erlernen und beherrschen. Und wer kommuniziert, sollte nicht nur die nicht mehr wegzudenkenden Kanäle bespielen, sondern aufmerksam die unaufhaltsame Entwicklung in jede strategische Überlegung einbeziehen.

Der aus der Erfahrung subsummierte Lerneffekt zeigt aber noch eine völlig andere Seite. Die anfangs nur Freaks und Nerds vorbehaltene Kenntnis der technologischen Möglichkeiten entmystifizierten anwenderfreundliche Innovationen. Das Phänomen „social media“ schuf sich eine Welt nicht nur neuer Kommunikationschancen, sondern beeinflusste auch die Sensibilität der Leser gegenüber überbordender Information in ungeahntem Ausmaß.

Die Diskussion zu den Folgen steht noch am Anfang. Doch die Schlagzeilen sind bereits formuliert: Werbung büßt Wirkung ein, Marketing vor dem Aus, Projektplanung stirbt und vieles andere mehr. Aufwändig halten traditionstreue Apologeten argumentativ dagegen, dass sich mit jeder Neuerung die Qualität reduziert.

Nein, die Qualität findet wieder zu sich selbst. Die Online-Kommunikation entscheidet sich künftig allein über Content. Der Lerneffekt lenkt das Wissen, dass Texte nicht für Suchmaschinen, sondern ausschließlich für Leser geschrieben werden. Mit diesem Rezept fuhren Printobjekte ihre Erfolge ein. Mit dieser Faustregel streben künftig Online-Publikationen aufgrund ihres Jetzt-Zeit-Effektes nach neuer Führungsrolle.

Dabei macht es durchaus Sinn, die Chancen der Vernetzung von Print über Web-Sites bis hin zur Social Media Aktivität einschließlich integrierter Bewegtbild-Kommunikation zu nutzen. Gewarnt werden muss allerdings vor sinnfreier Doppelung der Beiträge für die verschiedenen Kanäle. Nichts ist langweiliger, als bereits Gelesenes neu entdecken zu müssen.

Quintessenz: Die natürliche Scheu vor dem Umgang mit den neuen Medien gehört in das möglichst schnell zu vergessene Archiv. Wer jetzt als Unternehmen einsteigen will, muss allerdings die bisher verpasste Zeit überbrücken. Dabei Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist nicht unanständig, sondern schließt die üblichen Anfangsfehler aus. Drei Jahre Lehrzeit bündeln bei MSWW ein Wissen, das anzapfbar ist.

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