Elfenbein und Sonnenöl: Die (fast) vergessenen Probleme unserer Welt

Natürlich, Elefanten sind keine Kuscheltiere. Aus gutem Grund sind sie aber eines der Themen der am 1. September 2016 beginnenden Weltnaturschutzkonferenz (IUCN). Nach Informationen der Tagesschau http://www.tagesschau.de/ausland/elefanten-afrika-101.html tagen mehr als 8.300 Delegierte von Umweltorganisationen und 170 Regierungsvertreter unter dem Motto „Planet am Scheideweg“ auf Hawaii. Auf dem weltgrößten Kongress dieser Art soll unter anderem beraten werden, wie Elfenbeinschmuggel strenger bestraft werden kann.

Foto: MSWW

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Solange allerdings Wilderer von toten Elefanten besser leben als von lebendigen, wird ein neues Strafmaß kaum abschrecken. So bleibt die Gefahr der Ausrottung bestehen. Die Zahlen erschrecken. In der afrikanischen Savanne schrumpfte die Zahl der Elefanten zwischen 2007 und 2014 um rund 30 Prozent. Je nach Quelle wurde der Bestand auf 400.000 bis 630.000 geschätzt. US-Forscher zählten im so genannten „Great Elephant Census“ in einer fast kontinentweiten Studie nur noch rund 350.000. Die in erster Linie wohl durch Wilderer verursachte Ausrottung schätzen die Forscher auf jährlich acht Prozent.

Alarmierend sind auch die regelmäßig wiederkehrenden Meldungen von Aufgriffen illegaler Elfenbeinladungen, schreibt die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. auf ihrer Homepage http://www.aga-artenschutz.de/wildhueter.html. Mehrere Tonnen Elfenbein wurden schon beschlagnahmt. Die Polizei von Tansania und Malawi deckte in einer gemeinsamen Aktion den Schmuggel von 1.125 Stoßzähnen auf. Dieser illegale Elfenbeinhandel löscht das Leben tausender Elefanten aus. Die gemeinnützigen Organisationen, die sich für Elefantenwaisen, für die Anlage und Pflege ihres natürlichen Lebensraumes, für die Ausbildung von Wildhütern einsetzen, verdienen jede Unterstützung.

Neben den Themen des Artenschutzes ist die Agenda des IUCN prall gefüllt. Es geht um die Erweiterung der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, um die Abholzung des Regenwaldes und um die weniger umweltschädliche Herstellung von Palmöl. Man darf nur hoffen, dass den mehr als 8.000 Teilnehmern wenig Zeit bleibt, um die Strände von Hawaii für urlaubsartige Badepausen zu nutzen. Schon heute ist klar, dass die Chemikalien aus der Sonnencreme der Badegäste die hawaiianischen Korallenriffe zerstören. Auch das ist Thema einer der Arbeitsgruppen.

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