Handwerk hat goldenen Boden

PR ist Handwerk

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Das Sprichwort besagt, wer ein Handwerk erlernt, hat eine gute berufliche Zukunft und wird viel Geld verdienen. Doch die Zünfte des Handwerks unterscheiden sich. Betrachten wir beispielsweise die Kommunikationsfacharbeiter in ihrer Textwerkstatt. Natürlich gibt es Befürworter der These, dass Kommunikatoren geisteswissenschaftlich tätig sind. Doch PR ist Handwerk.

In der streng vereinfachten Begriffsdeutung steht Kommunikation für soziale Handlungen zwischen Sendern und Empfängern. So weit, so gut. Es lohnt sich aber, über den Begriff „sozial“ nachzudenken. Und wer nachdenkt, landet schnell bei Wikipedia, um sich neue Anstöße zu holen. „Sozial“ definiert das Weltlexikon umgangssprachlich als den Bezug zu einer oder mehreren Personen, sich also für andere interessieren und sich einfühlen können. Kurz gesagt: Man sollte bereit sein, anderen zu helfen und nicht allein an sich denken. Wie es sich für Wikipedia gehört, erhalten auch die Abschattierungen dieser Definition ihren Platz. Beispielsweise gilt es, gegenüber Unternehmen großmütig oder leutselig zu sein, gegenüber Unterlegenen ritterlich, gegenüber Gleich- und Nichtgleichgestellten hilfsbereit, höflich, taktvoll und verantwortungsbewusst.

Alle diese Adjektive hübschen die Kommunikation auf. Sie werden mit der Zeit zu handwerklichen Werkzeugen des Kommunikationsfacharbeiters. Doch lässt sich dieses Handwerk erlernen?

Theoretisch ja, wenn man einräumt, dass sich Charaktere verändern lassen. Zu Vieles ist genetisch angelegt, manches anerzogen, das Meiste jedoch im harten Alltag als Erfahrungen aufgesammelt. Für Narzissmus bleibt wenig Spielraum, wenn man im Auftrag anderer für Dritte kommunizieren will.

Public Relations, deren Kern die soziale Kommunikation im vorbeschriebenen Sinne ist, darf sich deshalb ungeschminkt als hartes Handwerk begreifen. Es bietet die gute berufliche Zukunft. Und über Geld redet man nicht.

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