Keine App ist auch (k)eine Lösung

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Gott sei Dank gibt es sie in unserem Kreis noch: die Konkurrenz in der Tageszeitungslandschaft. Ich lese alle drei Blätter gern, aber gerade nicht in unhandlicher Papierform, sondern als ePaper. Dazu gehören Apps, die mir das Printprodukt in der gleichen Form auch auf meinem mobilen Endgerät zugänglich machen.

Nun sind Apps ja im Allgemeinen sehr hilfreiche Anwendungen, wenn es darum geht, alltägliche Dinge oder Komplexität zu vereinfachen und die persönlich wichtigen und guten Dinge herauszufiltern. Die e-Paper-App einer unserer drei Tageszeitung im Kreis sticht allerdings heraus. Es gibt sie nämlich erst gar nicht. Der Anbieter nimmt dem User die Entscheidung ganz einfach ab und antwortet auf die Frage, ob es die App auch für Smartphone gibt, mit: „Nein. Das Lesen einer vollständigen Zeitungsseite auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm ist nicht komfortabel.“ Da weiß man, was die Glocke geschlagen hat: http://www.die-glocke.de/aboundleserservice/app. So einfach ist das!

So einfach oder so …? Da fehlen mir die Worte. Zugegeben: Ich besitze ein eher kleines Smartphone, das zu allem Übel in diesem Fall auch noch die Zusatzbezeichnung „mini“ trägt. Als komfortabel empfinde ich es dennoch, dass ich die Zeitungen der Konkurrenz auf diesem Gerät lesen kann. Den Komfort beim Blättern, Lesen der Überschriften und Hineinzoomen in Artikel können allenfalls die Entwickler verbessern, nicht aber von vornherein verweigern. Schließlich habe ich mich ja bewusst für ein kleines Smartphone entschieden, weil es so viele nützliche Funktionen in einem unauffälligen Gerät ohne Trageaufwand in sich vereint.

Zur Lösung bietet mir die Zeitung zwei Möglichkeiten: ein Tablet kaufen, für das es die App schließlich gibt, oder das mobile Portal nutzen, wenn ich denn „aktuelle Nachrichten unterwegs lesen“ möchte. Ganz ehrlich: keine guten Alternativen für jemanden, der sein Smartphone lieb gewonnen hat und nicht nur von der Zeitung vorgefilterte Nachrichten lesen möchte! Da bald Weihnachten ist, wünsche ich mir, dass die Verantwortlichen die Glöckchen recht bald läuten hören und mich mit einem echten kleinen „Leserservice“ beschenken.

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