Man nehme: Worte als Zutaten

©contrastwerkstatt – Fotolia.com

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Was hat Kochen eigentlich mit Kommunikation zu tun? Eigentlich nichts, möchte man meinen, außer, dass beide Substantive mit KO anfangen. Ich meine jedoch mehr. Um kochende Leidenschaften zu leben, muss man kommunizieren. Das beginnt beim Einkauf und endet beim Essen, wo sich Familie, Freunde, Partner oder Geschäftsleute treffen, um über Alltägliches, Privates oder Geschäftliches zu plaudern. Gemeinsames Essen initiiert Beziehungen und Freundschaften und gehört zu den wunderbaren Seiten des Lebens, die ich nicht missen möchte.

Schon ist er eklatant – der Zusammenhang. Ein Gespräch, ein PR-Text, eine Rede, ein Statement oder ein Posting brauchen Zutaten genauso wie das Kochen. Und wie bei einem guten Rezept müssen die Zutaten wohl dosiert, in der richtigen Reihenfolge und möglichst à la minute in den Topf respektive die Pfanne kommen. Kocht die Pasta zu lang, ist sie nicht mehr al dente. Genauso sind Text, Gespräch oder Rede perdu, wenn die richtigen Argumente falsch platziert werden oder schlichtweg zu spät kommen.

Mit dem Amuse-Gueule ans Ziel

Ein geschickter Redner, ein passionierter Schreiber, ein Vollblut-Verkäufer, der begabte Marketing-Manager – kurz begnadete Kommunikatoren streuen ihre Botschaften wie ein appetitanregendes Amuse-Gueule, damit das Menü, sprich die Kommunikationsstrategie, nicht ihr Ziel verfehlt.

Auch unsere Star- und Fernsehköche demonstrieren den Zusammenhang zwischen der Kunst des Kochens und der Kunst der Kommunikation. Eigenvermarktung, Unterhaltung und Kochpädagogik werden in ihren Kochsendungen so geschickt verrührt, dass selbst ausgewiesene Kochmuffel sich dem Unterhaltungswert der schier unendlichen Kochformate nicht entziehen können.

Kochen als Event und Teammotivation

Das gemeinsame Kochen steht ebenfalls für Kommunikation – nicht nur bei Freunden. Um Kunden zu erreichen, organisieren Küchenfachhändler Kochevents. Kunden mutieren zur Kochbrigade, die unter Anleitung von Köchen exzellente Menüs zaubern. Das macht Spaß und schafft eine intensive, möglichweise auch leidenschaftliche Bindung des Kunden an sein Küchenstudio. Weil Kochen immer auch Teamwork ist, beschäftigen sich professionelle Coachs mit der Materie. Mit dem Wissen, dass Kochen ein Zutat ist, welche die Teamentwicklung verfeinern kann, sind Firmenmitarbeiter begeistert bei der Sache, wenn geschält, geschnippelt, gebrutzelt, aufgeschäumt und angerichtet wird. Dabei stimmt sich das Team ab, bewältigt Aufgaben und Konflikte, genau wie im richtigen Leben, wo das gemeinsame Ziel zum Erfolg führt.

Et voilà: Kochen ist ganz sicher kommunikativ. Ich wusste es doch immer. Denn genau, wie jede Zutat beim Essen kreativ und für das Gericht ausschlaggebend ist, so ist es auch mit der Kommunikation. Die richtige Mischung provoziert pure Gaumenfreude. Aber aufgepasst: Allzu viele Köche verderben den Brei!

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