„Sie kommen so sympathisch rüber“

Dieses Kompliment machten uns zwei Schülerinnen der Max-Weber-Schule in Freiburg, nachdem wir uns 90 Minuten intensiv über PR unterhalten hatten. Michelle und Jessica hatten sich für MSWW entschieden, um ihre Projektarbeit im letzten Jahr vor der Fachhochschulreife in Angriff zu nehmen. Google-Suche, erste Seite, ziemlich prominent oben: MSWW PR-Agentur. Durch unsere Seiten zu navigieren gefiel den Absolventinnen des Berufskollegs Wirtschaftsinformatik. „Sie beide kommen so sympathisch rüber, so dass für uns sofort feststand, Sie für unsere Projektarbeit begeistern zu wollen“, sagt Jessica auf mein Nachfragen. „Nein, eine weitere PR-Agentur“ – und davon gibt es einige in Freiburg – „haben wir nicht kontaktiert“, ergänzt Michelle. Was für ein Kompliment und ganz besonders, wenn es von so jungen Leuten kommt. 

Mitte November rief mich Michelle an. Sie fragte, ob MSWW sich vorstellen könnte, eine Projektarbeit zum Thema PR zu unterstützen. Ich gab mein d’accord ziemlich schnell, ohne wirklich zu wissen, was da auf uns zukommen könnte. Ich glaube, dass es nicht nur mein guter Kern war, der mich so spontan reagieren ließ. Da war vor allem meine Neugierde: Wie ist das schulische Projekt konzipiert, wie gut vorbereitet sind die Schülerinnen, welche Fragen stehen im Fokus und welche Vorgehensweise wählen die Schülerinnen? Für mich ganz besonders interessant war die Frage: Wie lässt sich so ein komplexes Thema überhaupt transportieren?

Projektarbeit Public Relations

Foto: privat

Projektarbeit PR: Michelle und Jessica(von links) in der Max-Weber-Schule in Freiburg. Foto: privat

In einer Mail beschrieben Jessica und Michelle Ihre Aufgabe: „Im Fach Projektarbeit ist es in diesem Jahr unsere Aufgabe, eine eigenständige Planung und Durchführung einer Projektarbeit in Gruppen von mindestens zwei bis maximal drei Mitgliedern zu bearbeiten. Es gilt, ein Unternehmen / eine Firma aus der Region vorzustellen und gemeinsam mit dem Unternehmen das gewählte Thema mit Bezug zur Arbeitswelt zu bearbeiten. In unserem Fall muss es ein Thema mit betriebswirtschaftlichem Bezug sein, da wir das Berufskolleg Wirtschaftsinformatik absolvieren. Wir müssen unser Projekt nicht nur dokumentieren, sondern auch mit einer Präsentation vorstellen. Zur Auswahl stehen Themen wie zum Beispiel Beschaffung, Produktion, Marketing, PR, Personal. Wir haben uns für PR entschieden, da für uns das Thema noch relativ unbekannt ist, und wir uns näher damit befassen wollen.“

Das Interview

Soweit die E-Mail der Schülerinnen. Am 25. Januar dann unser Meeting. Nach einer klar strukturierten Gliederung befragten uns Michelle und Jessica zunächst zur Historie der PR-Agentur. Dann standen Ziele und Motivation, Vorgehensweise, Maßnahmen, Organisation von MSWW sowie die Arbeit respektive die Aktivitäten für unsere Kunden im Mittepunkt unseres Gesprächs. Wie sich Public Relations von Werbung abgrenzen ließen, wollten die Schülerinnen wissen. Eine nicht ganz einfache Frage. Klar, Werbung ist absatzorientiert, während sich PR um den Aufbau eines positiven Images bemüht. Langfristige Wirkungen genauso wie die professionelle Zusammenarbeit mit den Multiplikatoren in der Medienlandschaft sind gefragt. In Zeiten des Umbruchs, in denen sich die Medienlandschaft und der Medienkonsum komplett verändern, in denen nicht mehr „one to many“, sondern „many to many“ kommuniziert wird, verlieren starre Definitionen immer mehr an Gültigkeit. So ließ sich die Frage auch nicht abschließend beantworten. Das ist auch gut so und zeigt, wie spannungsreich Public Relations sind. Ebenfalls nur orakeln lässt sich, wie sich dieser Bereich fortentwickeln wird.

Jessica und Michelle zeichneten alles mit ihrem Smartphone auf und machten viele Notizen. Sie nahmen Bücher, Kundenjournale und Zeitschriften mit, um diese in ihre Präsentation einzubauen. Jetzt warten wir darauf, dass die Projektarbeit fertig wird, und wir einen Blick darauf werfen können.

Wir durften die Erfahrung machen, dass es gute Schulen mit tollen Schulprojekten gibt. Dass ambitionierte Schülerinnen sich perfekt vorbereiten. Dass sie Themen strukturieren und auf einem guten Niveau bearbeiten können. Dafür hat es sich in der Tat gelohnt, neugierig zu sein, und natürlich auch für das Kompliment „Sie kommen so sympathisch rüber.“

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