Social-Media-Umfrage als Schreckgespenst

SchreckgespenstDa steht es mal wieder. Diesmal im Newsflash von Horizont.net am 6. August 2014. Vorgestellt wird die Studie von PwC mit der Überschrift „Einbahnstraßen-Kommunikation der Unternehmen“. Und es folgt das (offensichtlich 11.) Gebot: „Nicht zum Nachrichten verbreiten sollst Du soziale Netzwerke nutzen, sondern für den Dialog mit Deinen (potenziellen) Kunden“.

Das deckt die PwC-Studie auf: Viele Unternehmen sind in den sozialen Medien unterwegs – vier von fünf Befragten nutzen Facebook und YouTube, gut zwei Drittel twittern – aber:

  • weniger als vier von zehn Befragten haben sich unternehmensweit auf Ziele und Kernbotschaften für ihre Social-Media-Maßnahmen verständigt
  • bei zwei Drittel der 190 Befragten fehlt es an Planung und Umsetzung, um Social Media in die Unternehmensprozesse zu integrieren
  • 55 Prozent arbeiten ohne Social-Media-Budget und
  • nur 28 Prozent haben einen Prozess zum Management von Risiken in sozialen Medien etabliert.

Was diese Studie uns sagen will, vermerkt Horizont mit folgendem Zitat: „Fragen zu Risikovermeidung, Compliance oder Datenschutz, die im Zusammenhang mit der Nutzung sozialer Medien auftauchen, sind in vielen Unternehmen noch nicht geklärt“, sagt Michael Rasch, Leiter für das Thema Digitale Transformation bei PwC. „In den sozialen Netzwerken fährt damit ein Großteil der Unternehmen ein im Vergleich zum Wirkungsgrad unverhältnismäßig hohes Risiko.“

Da steht es also: Es fehlt an Zielen und Kernbotschaften, am Budget, an qualifizierten Mitarbeitern und Instrumenten zur Erfolgsmessung. Die Einbahnstraße wird zur Sackgasse.

Soweit der Blick ins erforschte Neuland der 190 befragten Firmen, wobei das vermutlich nicht der klassische Mittelstand der inhabergeführten Unternehmen war. Eines können wir – und das trotz der Studie – mit Gewissheit sagen: Wir lassen nicht die Finger von diesen genialen Kommunikationswegen. Allerdings sehen wir sie nicht als Stand-Alone-Lösung, sondern mehr als integralen Bestandteil der von der Firmen-Website ausgehenden Internetpräsenz. Und wer es richtig macht, braucht sich auch von dieser Umfrage nicht erschüttern zu lassen.

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