Schlagwort-Archive: Kommunikation

Unglaublich, wie die Zeit vergeht!

Dieser Satz schmückte unzählige Small Talks zum Jahresende. Kaum einer, der nicht über die Hektik klagte, der nicht glauben wollte, dass bereits wieder Weihnachten ist und der den Jahreswechsel im Sauseschritt vorbeirauschen ließ. Und schließlich überwog die Freude, dass 2016 überstanden ist. Zu viel Unfassbares markiert die Chronik. Der Eindruck verfestigt sich, dass es noch nie so schlimm war. Natürlich dokumentiert diese Einschätzung, was mit „postfaktisch“ als Wort des Jahres gemeint ist. Tatsache ist aber: Die Stimmung braucht dringend Aufheller.

Und schon hat uns das neue Jahr wieder in seinem Bann. Da fällt kaum auf, dass ein kleines Ereignis auf der Strecke geblieben ist. Am 2. Januar 2017 jährte sich die Gründung von MSWW zum 45. Mal. Und mit dem Blick auf dieses Datum ist es nun wirklich unglaublich, wie die Zeit vergeht. Allein der Versuch, die Erinnerungen lückenlos im … Weiterlesen

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(K)eine Bombenstimmung in Freiburg

Wir können aufatmen. Unser Quartier muss am kommenden Sonntag nicht evakuiert werden, weil die Bombensucher nicht fündig geworden sind. Eine Randnotiz im Lokalteil der Badischen Zeitung von heute (07.10.2016) sowie ein knapper Artikel in der gestrigen Online-Ausgabe machen dem seit 14 Tagen andauernden Spuk um eine mögliche Evakuierung von großen Teilen der Altstadt ein Ende. Ich hätte mir allerdings eine bessere Kommunikation gewünscht.

Das sind die Fakten: Badenova erneuert einen Kanal, was eine routinemäßige Überprüfung der alten Luftbilder durch die Kampfmittelbeseitigung zur Folge hat. Dazu muss man wissen, dass Freiburg im Zweiten Weltkrieg mehrmals Ziel von Fliegerangriffen war. Am 27. November 1944 fielen 150.000 Bomben auf die Stadt. Bei einer solchen Menge Kriegsmaterial ist mit Blindgängern zu rechnen, die auch bei Bauarbeiten in der Vergangenheit schon häufig unschädlich gemacht werden mussten.

Das Amt für öffentliche Ordnung reagiert prompt und informiert … Weiterlesen

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So schmeckt Sommer

Sommer. Urlaubszeit. Freibad. Abends lange draußen sitzen – mit einem kühlen Getränk. Da darf der Blogpost sich auch mal mit inspirierenden und geschmacksintensiven Dingen beschäftigen. Wenn alle im Urlaub sind, sollte es auch dem Daheimgebliebenen vergönnt sein, ein bisschen Sommerfeeling zu schnuppern, vor allem, wenn’s gleich vor der Bürotür zu finden ist.

Ich meine den Freiburger Münstermarkt. Jetzt, im Sommer, bietet er alles, was das Herz begehrt. In aller Frühe über den Markt zu flanieren, gleicht einem Feuerwerk für die Sinne. Die Kulisse mit Münster und den hübschen Häusern wirkt pittoresk. Das Angebot ist gigantisch: Erbsen, Möhren, Kohlrabi, Blumenkohl, Spinat, Saubohnen, Stangenbohnen, Radieschen, frische Kräuter, Zwiebeln, Schalotten, diverse Salate, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Avocados, Pfifferlinge, Steinpilze, Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Stachelbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Pflaumen, Zwetschgen sowie die ersten Äpfel und Birnen. Diverse Käsestände mit heimischen, französischen und italienischen Spezialitäten. Ein tolles … Weiterlesen

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Geht es immer noch verrückter?

Das Wetter? Sowieso! Die EU? Mann oh Mann: Boris „Brexit“ Johnson neuer Außenminister. Die EM? Dritter Platz für den Weltmeister. Die Digitalisierung? Seit über 25 Jahren Alltag, aber wegen neuer Technologien plötzlich der Hype schlechthin. Social Media? Na ja: Schweinsteiger hat geheiratet. Katzenbergers Ja-Wort ist Quoten(s)hit. Sky du Mont wieder Single. Und jetzt noch Pokémon Go.

Ganz langsam. Zuerst die Digitalisierung. Ganz ehrlich: Mich macht dieser Hype sprachlos. Und das soll wohl auch so sein. Miteinander zu sprechen, scheint völlig aus der Mode zu geraten. Um die Kommunikation kümmert sich in Unternehmen jetzt der CIO. Nie gehört? CIO ist der Chief Information Officer. Dieser neue Titel durchlief die Karrierestufen vom EDV-Leiter, IT-Leiter, Leiter Informationstechnik und IT-Manager. CIO klingt moderner, meint aber kaum etwas anderes. Er schafft die internen und externen Plattformen, auf denen man sich austauschen kann, auf denen man … Weiterlesen

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Kommunikation 1.0: Raus aus dem Alltag

Vor mir der durch Windows 10 aufgehübschte Monitor. Also: Blick frei für Mails und Blogs; für den Durchblick zur Welt, zu seriösen News, verschwurbeltem Gefasel und zu den von Heuchlern als schön gepriesenen Porträtfotos. Dazu Tag für Tag das Einerlei der sich permanent wiederholenden Statements der Opinion-Leader. Blick frei aber auch für das eigene Manuskript, geboren aus der die Kollegin quälenden Transkription der im Video aufgezeichneten Interviews.  Arbeitsalltag eben, der nach Abwechslung schreit.

Deshalb sollte man sein Gehirn gelegentlich im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur wandern lassen. Ganz so, wie es schon Friedrich Nietzsche in Ecce Homo als spöttischen Tipp den in ihren stickigen Kammern hockenden Denkern des Deutschen Idealismus empfahl: „So wenig als möglich sitzen; keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung – in dem nicht auch die Muskeln ein Fest … Weiterlesen

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Wenn Schwächen Stärken sind

Kennen Sie das auch? An manchen Tagen fallen einem nur die eigenen Schwächen ein. Das, was gut läuft oder lief, kommt einem nicht in den Sinn. Müsste man ein Vorstellungsgespräch führen, bräuchte man erst gar nicht anzutreten.

Beruflich wie privat besinnen wir uns zunächst auf unsere Schwächen, statt unsere Stärken in den Fokus zu stellen. Vermutlich erkennen wir unsere Stärken nicht oder interpretieren sie als Schwäche. Dabei kann eine vermeintliche Schwäche durchaus eine Stärke sein. So zum Beispiel ein gewisser Hang zum Perfektionismus, was ja nichts anderes heißt, als ordentlich, gewissenhaft und penibel zu arbeiten. Ein Handwerker, der so arbeitet, wird sich vor Aufträgen nicht retten können.

Wer gut zuhören kann, wird dies nicht als Stärke empfinden, da für ihn diese Fähigkeit selbstverständlich ist. Trotzdem ist es eine Stärke, die nicht zu unterschätzen ist. Wer dem Kunden gut zuhören kann, … Weiterlesen

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PR à la Hübner

Kennen Sie Hübner, Peter Hübner? Nein? Nun ja, Peter Hübner hat auch erst einmal nichts mit PR zu tun. Peter Hübner ist Architekt. Und im November 2013 erlebte ich ihn während eines Vortrages auf der „denk.werkstatt“ bei Resopal. Darin propagierte er: „Bauen ist ein sozialer Prozess!“ Und er beschrieb, wie er zusammen mit den späteren Nutzern der Häuser diese plante und baute. Das Planen und Bauen als der Kernprozess seiner Arbeit erlebte Hübner dabei immer als horizonterweiternd, bereichernd, und am Ende stand jedes Mal ein einmaliger Ort, ein höchst individueller, maßgeschneiderter, aber auch herrlich menschlich unperfekter Bau.

Bis heute ist mir die Lebens- und Arbeitsphilosophie von Peter Hübner nicht aus dem Kopf gegangen, und sie rückt immer dann in den Vordergrund, wenn ich Meldungen wie diese lese:

• „Wie Chefs ihren Pressesprechern das Leben schwer machen“ ( von Thomas Dillmann)
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Ist mein Job bald überflüssig?

Diese Frage stellte ich mir, als ich auf faz.net den Artikel „Ersetzen Computer Menschen?“ las. Niemand ist schließlich unersetzlich, und die gravierenden Umwälzungen in unserer Arbeitswelt haben und werden weitere Folgen für unsere Arbeitsplätze haben.

Die Ökonomen sind sich nicht ganz einig, ob es nun nur die geringqualifizierten Beschäftigungsgruppen oder auch Qualifizierte treffen wird. Die Grafik im Artikel „Niemand ist unersetzlich“ ebenfalls auf faz.net zeigt jedoch, dass zum Beispiel der Beruf des technischen Redakteurs in den kommenden 20 Jahren zu 89 % bedroht ist, wohingegen der Geistliche, der Zahnarzt, die Krankenschwester, der Kurator, der Förster, der Sporttrainer überhaupt nicht in ihrer Existenz bedroht sind. Hätte ich vielleicht doch Tiermedizin studieren sollen? Auch dieser Job macht sich gut in der Liste mittelfristig kaum bedrohter Berufe.

Die Kommunikationsbranche wird nicht expliziert erwähnt, aber der technische Redakteur ist ein gutes Beispiel. Es liefert … Weiterlesen

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Heiße Tage im Kampf mit Textbausteinen

Noch hat das Jahr sechseinhalb Monate. Doch die Meteorologen sprechen bereits vom heißesten Tag des Jahres. 31 Grad für Bad Oeynhausen, 33 Grad für Freiburg meldete das iPhone am jüngsten Brückentag, dem 6. Juni 2015. Die neuesten Facebook-Meldungen warnen vor dem Rasenmähen bei der Hitze, befürchten die Kontingentierung von Grillfleisch im Supermarkt oder empfehlen selbstgemachten Erdbeerquark. Liebe Leute: Heiße Tage sehen anders aus.

Seit Wochen führen wir einen erbitterten Kampf gegen Textbausteine. Unser bevorstehender Umzug nach Freiburg und Verl verlangt Ab- und Anmeldungen. Die erste Hälfte dieses Spiels funktioniert im geordneten Haushalt wie am Schnürchen. Doch dann hagelt es Textbausteine. Uralte Adressen und Ansprechpartner verdeutlichen den Zustand von Kundendateien. Dass das Lesepotenzial eingeschränkt ist, zeigen die Antworten. Nichts wird mehr gründlich gelesen. Schon gar nicht, wenn Wünsche geäußert werden, für die es in den Antwortmaschinen keine programmierten Lösungen gibt. Fragen … Weiterlesen

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Frau P. ist nur offline, aber der Kunde ist König

Wäre Frau P. zehn Jahre jünger, dann wäre sie bestimmt online, und zwar auf allen Kanälen. Da die Dame aber die 80 sicher überschritten hat, bleibt sie offline und lebt trotzdem, was Marketingstrategen und Social-Media-Gurus in Seminaren zu vermitteln versuchen. Das ist irgendwie auch schade, denn Frau P. hätte das Talent zur unangefochtenen Content Marketing und Social Media Queen.

Frau P. schafft offline, was so mancher Fachhändler trotz eigener Website, Social Media, Content-Marketing nicht hinkriegt. Sie setzt Touchpoints für den Kunden. Und was für welche! Mit ihrem kleinen, aber feinen Papierladen bietet sie alles, was das Herz begehrt. In der ostwestfälischen Provinz ist sie für mich der Leuchtturm. Bei Frau P gibt es nichts, was sie nicht besorgen kann. Sie berät engagiert und überzeugt durch exzellentes Branchenwissen. Sie kennt die neuesten Trends und verfügt über viel Geschmack, was sich in … Weiterlesen

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