Unglaublich, wie die Zeit vergeht!

Dieser Satz schmückte unzählige Small Talks zum Jahresende. Kaum einer, der nicht über die Hektik klagte, der nicht glauben wollte, dass bereits wieder Weihnachten ist und der den Jahreswechsel im Sauseschritt vorbeirauschen ließ. Und schließlich überwog die Freude, dass 2016 überstanden ist. Zu viel Unfassbares markiert die Chronik. Der Eindruck verfestigt sich, dass es noch nie so schlimm war. Natürlich dokumentiert diese Einschätzung, was mit „postfaktisch“ als Wort des Jahres gemeint ist. Tatsache ist aber: Die Stimmung braucht dringend Aufheller.

Urheber: magele-picture

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Und schon hat uns das neue Jahr wieder in seinem Bann. Da fällt kaum auf, dass ein kleines Ereignis auf der Strecke geblieben ist. Am 2. Januar 2017 jährte sich die Gründung von MSWW zum 45. Mal. Und mit dem Blick auf dieses Datum ist es nun wirklich unglaublich, wie die Zeit vergeht. Allein der Versuch, die Erinnerungen lückenlos im Gedächtnis abzuspulen, scheitert kläglich. Zu viele Firmen, die nicht mehr existieren, zu viele Personen, die längst aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind oder nicht mehr unter uns weilen, säumen den Pfad der abgegangenen Strecke. Als zu wenig nachhaltig erweisen sich die Geschehnisse, die mitgestaltet werden durften und das Korsett eines Vermächtnisses bilden. Und doch blitzen Highlights aus der Versenkung auf.

Ein nach wie vor existierender Wald in Löhne, regelmäßig erscheinende Jahrbücher, Spezial-Fachmagazine und Kundenmagazine, die Renaissance des Maibaums oder als fest gesetzte Termine initiierte Treffs und Events erinnern an nicht immer einfach realisierte Ideen. Schön, dass sie weiter leben.

Ein Rückblick auf 45 Jahre geht natürlich nicht, ohne sich über die technische Evolution und die explosionsartig entwickelten Kommunikationskanäle zu wundern. Es war eine äußerst spannende Zeit, die erst den Anfang zu weiteren Veränderungen eingeleitet hat. Kaum auszudenken, was in den nächsten Jahren noch zu bewältigen ist. Der Paradigmenwechsel nimmt unaufhaltsam seinen Lauf. Grundauffassungen stehen mehr und mehr zur Disposition. Auf Neudeutsch: Disruptives Management formt unsere Zukunft.

Es mag introvertiert anmuten, in diesem Zusammenhang nicht über die allgemeinen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu schreiben. Dafür gibt es einen bewährten Grundsatz: no religion, no politics, no name jokes. Das auch dann, wenn es zunehmend schwer fällt, sich zu den aktuellen Themen zurückzuhalten.

Und retrospektiv überwiegt das Gefühl der Dankbarkeit gegenüber Kunden, Medien und Mitarbeitern, die die Existenz von MSWW in dieser so schnell verstrichenen Zeit erst möglich gemacht haben. Sie haben die Voraussetzungen geschaffen, die weitere, fraglos ebenso schnell rasende Zeit aktiv, engagiert und zielführend mitzuerleben.

Bei allem, was an Schwarmintelligenz, Meinungsflatusen und Postfaktischem täglich auf uns niederprasselt, darf dem Zeitgeist die notwendige Sensibilität für Stimmungsbilder nicht geopfert werden. 45 Jahre Erfahrung sind ein immenser Schatz, der die Antennen für Zwischentöne geschärft hat. Es wäre schön, etwas davon weitergeben zu können. Den nachrückenden Generationen sei dafür das nötige Gespür gewünscht.

Bleibt die unbeantwortete Frage, ob es noch nie so schlimm wie 2016 war. Warten wir also ab, was 2017 bringt. Denn wie gesagt: Unglaublich, wie die Zeit vergeht.

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